NZZ-Online-Angebot bald nicht mehr gratis
publiziert: Mittwoch, 17. Jun 2009 / 11:27 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Jun 2009 / 11:42 Uhr

Zürich - Die «NZZ» hat im ersten Quartal trotz massiver Sparmassnahmen Verluste geschrieben. Sie prüft eine deutliche Erhöhung der Abonnementspreise. Teile des Online-Angebots sollen kostenpflichtig werden, wie CEO Albert P. Stäheli in einem Interview mit der «Handelszeitung» sagte.

Der Verlag pumpt derzeit noch Millionen in den Online-Auftritt der NZZ: CEO Albert P. Stäheli will aber in die schwarzen Zahlen.
Der Verlag pumpt derzeit noch Millionen in den Online-Auftritt der NZZ: CEO Albert P. Stäheli will aber in die schwarzen Zahlen.
Bisher hätten die Leser der «Neuen Zürcher Zeitung» dank hoher Werbeeinnahmen einen subventionierten Preis bezahlt. Der Rückgang im Werbemarkt hat gemäss Stäheli historisch ein einmaliges Ausmass, im Vergleich zum Vorjahr betrage er gut 30 Prozent.

Um die hohen Ansprüche der Leserschaft auch künftig voll befriedigen zu können, werde eine überdurchschnittliche Preisanpassung geprüft.

Keine weiteren Stellenstreichungen in den Redaktionen

Nach dem Abbau von 24 Stellen im letzten November kämen dieses Jahr weitere 6 Stellen dazu, indem Pensionierte nicht ersetzt werden, sagte der CEO der NZZ-Gruppe in dem Interview. In den Redaktionen würden voraussichtlich keine weiteren Stellen gestrichen.

Durch die Zusammenführung von Supportbereichen in der ganzen NZZ-Gruppe werden laut Stäheli allerdings in den nächsten 18 Monaten weitere 20 bis 25 Stellen abgebaut.

Neue Strategien

Mit neuen Strategien will die «NZZ» das Internet-Angebot in die schwarzen Zahlen bringen. Derzeit seien die Ausgaben in diesem Bereich um 3 Millionen Franken höher als die Einnahmen.

Die allgemeinen News im Internet bleiben gratis. Kostenpflichtig werden sollen aber beispielsweise Finanzdienstleistungen, Angebote zu spezifischen Wirtschaftsthemen oder Kommentare von exzellenten Autoren.

(fest/sda)

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