Nach Inzest-Fall: Tusk für «chemische Kastration»
publiziert: Mittwoch, 10. Sep 2008 / 19:34 Uhr

Warschau - Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat mit seiner Forderung nach einer «Zwangskastration» von Pädophilen eine heftige Debatte im Land ausgelöst. Er reagierte mit seinem Vorstoss auf einen Inzest-Fall, der am Montag bekannt geworden war.

Donald Tusk überraschte mit scharfen Forderungen.
Donald Tusk überraschte mit scharfen Forderungen.
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Ein 45-jähriger Mann soll in Ostpolen seine Tochter jahrelang sexuell missbraucht und mit ihr zwei Kinder gezeugt haben. Die heute 21-Jährige war von ihrem Vater erstmals mit 15 vergewaltigt worden.

Die «chemische Kastration» sollte «nicht auf Wunsch des Verurteilten, sondern als ein Bestandteil des Urteils eingeführt werden», sagte Tusk nach Angaben der polnischen Medien. Medien und Politiker reagierten auf Tusks Vorstoss mit Zustimmung, aber auch teilweise mit scharfer Kritik.

Tusk sagte, er glaube nicht, dass diese «Kreaturen» (wie Inzest- Täter) als Menschen bezeichnet werden könnten. Deshalb könne man die Menschenrechte nicht anwenden. Seine Regierung habe bereits Schritte eingeleitet, um die Vorschriften für pädophile Wiederholungstäter zu verschärfen. Gesundheitsministerin Ewa Kopacz stellte sich hinter Tusk.

Auch Kritik

Die linksliberale Zeitung «Gazeta Wyborcza» kritisierte die Regierungspläne. «Das gibt es nicht in der zivilisierten Welt, weil es unvereinbar mit den Menschenrechten und der polnischen Verfassung ist.»

Der Abgeordnete des oppositionellen Demokratischen Linksbündnisses (SLD), Ryszard Kalisz, warnte, die Anwendung chemischer Methoden könne bei einem Teil der Täter aggressives Verhalten sogar steigern.

(fest/sda)

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RICHTIG!
Ich finde es eine Frechheit von Menschenrechten zu sprechen. Schliesslich haben Sie die Menschenrechte der Kinder auch nicht respektiert. Vielleicht denken die (linken) Kritiker nochmals drüber nach, wenn es ihr Kind trifft

Wenn es nach mir gänge, würde die Kastration chirurgisch ohne Narkose vorgenommen werden.
Jawohl zum 2.
Bei dem Riesenangebot an Sex sollen sie mal schauen, wo sie bleiben...
Jawohl!
Da habe ich nichts als Zustimmung zu Tusks Vorschlag! Pädophile (gerade in einem solch schweren Fall) haben eine Kastration verdient. Nie mehr dürften diese Ihren Penis "hochkriegen". Diese ekelhaften Kreaturen.. das hat er deutlich ausgesprochen und wer hält zu den Tätern? Linke Schmierblätter! Pfui, schämt euch! Menschenrechte und Menschenwürde haben solch brutale Täter verspielt! Niemand hat diese Rechte für immer und ewig!
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