Nach Jassin-Tötung schwören Palästinenser Rache
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 07:01 Uhr

Gaza - Die gezielte Tötung des Hamas-Gründers, Scheich Ahmed Jassin, durch Israel hat weltweit Besorgnis über eine weitere Eskalation des Nahost-Konflikts ausgelöst. Bei Unruhen in den Palästinensergebieten wurden fünf Palästinenser erschossen.

Auch der amerikanische Aussenministeriumssprecher Boucher zeigte sich besorgt.
Auch der amerikanische Aussenministeriumssprecher Boucher zeigte sich besorgt.
Zudem wurden Dutzende Palästinenser bei Protesten im Gazastreifen und im Westjordanland bei Zusammenstössen mit israelischen Sicherheitskräften verletzt, wie die israelische Tageszeitung Haaretz in ihrer Online-Ausgabe berichtete.

Etwa 200 000 wütende Palästinenser schworen in Gaza bei der Beerdigung Jassins Rache. Auch in Dschenin und Nablus, im Westjordanland gingen Tausende auf die Strasse.

In vielen Städten der arabischen Welt, darunter in Kairo, Amman und im nordirakischen Mossul, versammelten sich aufgebrachte Moslems zu Solidaritätskundgebungen mit dem palästinensischen Volk.

Im Internet tauchte ein angeblicher Aufruf des Terrornetzwerks El Kaida zu Vergeltungsanschlägen auf. Die Hamas drohte mit der Tötung hunderter Israelis. Hamas-Führer Abdel Asis el Rantisi erklärte Israel im arabischen Fernsehsender El Arabija den offenen Krieg.

Die El-Aksa-Brigaden, ein militärischer Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Jassir Arafat, kündigten in einem Telefonanruf bei El Arabija einen Gegenschlag an, der einem Erdbeben gleichen werde. Aus Furcht vor Anschlägen riegelt die israelische Armee die Palästinensergebiete vollständig ab.

International wurde die israelische Militäraktion abgelehnt. Die Tötung Jassins verstosse gegen internationales Recht und sei ein Hindernis auf dem Weg zum Frieden im Nahost, sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Die US-Regierun sei tief besorgt, sagte US-Aussenministeriumssprecher Richard Boucher.

Beim israelischen Raketenangriff auf Jassin waren neben dem Hamas-Führer sieben weitere Palästinenser getötet worden, darunter Jassins Schwiegersohn. 15 weitere Menschen wurden verletzt, unter ihnen zwei Söhne des Palästinenserführers. Der im Rollstuhl sitzende Jassin war eine Schlüsselfigur im Kampf gegen Israel.

(rr/sda)

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