Nach Madrid-Attentaten keine Gefahr für Schweiz
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 16:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 17:33 Uhr

Bern - Knapp zwei Wochen nach den Anschlägen von Madrid ist laut Bundesrat Samuel Schmid weiterhin keine neue kurzfristige Gefährdung für die Schweiz erkennbar. Die heutigen Schutzmassnahmen seien ausreichend, sagte Schmid im Bundeshaus.

Samuel Schmid hält die Schweizer Sicherheitsvorkehrungen für ausreichend.
Samuel Schmid hält die Schweizer Sicherheitsvorkehrungen für ausreichend.
Seit den Attentaten vom 11. März sei der aus den Vorstehern des VBS, des EDA und des EJPD zusammengesetzte Sicherheitsausschuss des Bundesrates laufend aufdatiert worden, sagte Schmid.

Es gebe keinen Anlass zu hysterischem Aktivismus, sagte Schmid vor den Medien, doch werde die Entwicklung der Lage laufend beobachtet.

Im Zusammenhang mit der Ermordung von Hamas-Gründer Scheich Yassin am Montag sagte der VBS-Chef und Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, die Androhung von Vergeltungsschlägen richte sich gegen Israel und die USA.

Derweil teilte das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement mit, dass Bundespräsident Joseph Deiss morgen (Mittwoch) in Madrid an der offiziellen Trauerzeremonie zum Gedenken an die Terroropfer teilnehmen wird.

Bei den Bombenattentaten auf Vorortszüge wurden am 11. März nach der jüngsten Bilanz vom Dienstag 190 Menschen getötet. Die Trauerfeier im Beisein des spanischen Königspaars findet in der Kathedrale La Almudena statt.

(bsk/sda)

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