Nach Rekordjahr Spendenfluss eingebrochen
publiziert: Dienstag, 22. Mai 2007 / 21:22 Uhr

Zürich - Das Spendenvolumen durch Private ist im letzten Jahr in der Schweiz regelrecht eingebrochen: Es ging von 1,3 Milliarden 2005 auf 780 Millionen Franken zurück. Deutlich abgenommen hat auch der Anteil der Spenderinnen und Spender.

Im «Tsunami-Jahr» 2005 spendeten insgesamt 81 Prozent der Befragten.
Im «Tsunami-Jahr» 2005 spendeten insgesamt 81 Prozent der Befragten.
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2005 war wegen des Tsunami in Südostasien und der Unwetter in der Schweiz ein absolutes Ausnahmejahr. Mit einem Rückgang 2006 war daher gerechnet worden. Alle 2005 neugewonnen Spender seien aber 2006 bereits wieder verloren gegangen, teilte das Zürcher Forschungsinstitut gfs zürich mit.

Dieses untersucht regelmässig das Spendenaufkommen im Auftrag von 29 gemeinnützigen Organisationen. Dabei wurden 2006 insgesamt 1507 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Nicht berücksichtigt wurden Legate, Spenden von Firmen und sowie der öffentlichen Hand.

Im «Tsunami-Jahr» 2005 spendeten insgesamt 81 Prozent der Befragten. 2006 ging der Anteil auf 67 Prozent zurück. Damit sei der Anteil der Spendenden in nur einem Jahr wieder auf das gewohnte Niveau von rund zwei Dritteln der Bevölkerung gesunken.

Pro Haushalt 514 Franken gespendet

Ausser bei Menschen mit tiefer Bildung (mit ohnehin geringen Spenderanteilen) waren die Spenden letztes Jahr in allen Kategorien rückläufig. Weniger Rückgang gab es jedoch bei den jungen Leuten und bei den gut Gebildeten und gut Situierten.

Die durchschnittliche Spendensumme pro Haushalt ging 2006 gar unter das Niveau von 2004 zurück: In der Deutschschweiz wurden 2004 pro Haushalt im Durchschnitt 599, 2005 783 und 2006 514 Franken gespendet. In der Romandie lauten die Vergleichszahlen 199, 261 und 237 Franken.

(smw/sda)

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