Nach Sabotage in Raffinerie bedroht Ölpest den Fluss Po
publiziert: Mittwoch, 24. Feb 2010 / 10:32 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Feb 2010 / 15:40 Uhr
Dem Fluss Po in Norditalien droht eine Ölkatastrophe.
Dem Fluss Po in Norditalien droht eine Ölkatastrophe.

Mailand - Nach einem Sabotageakt in einer früheren Raffinerie bei Monza ist der Po von einer Ölpest bedroht. Mehre Tausend Tonnen Öl waren am Dienstag aus drei Tanks der Raffinerie Lombarda Petroli di Villasanta ausgelaufen und in den Po-Zufluss Lambro geflossen.

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Mit mehreren Sperren auf dem Lambro südlich von Mailand versucht der Zivilschutz, grösseren Schaden vom grössten Fluss Italiens abzuwenden. Nach ersten Polizeiangaben steht zweifelsfrei fest, dass das Öl absichtlich durch Öffnen von Ventilen in einem Tanklager in den Po-Nebenfluss geleitet worden ist. Unklar blieben aber die Hintergründe für den Sabotageakt. In der Nähe der seit Jahren stillgelegten Raffinerie sind grosse Überbauungen geplant. Spekulanten könnten somit hinter der kriminellen Tat stehen, mutmassten italienische Medien. Zögerlich Alarm geschlagen

Die Raffinerie-Verantwortlichen hätten auch nur zögerlich Alarm geschlagen, hiess es weiter. Die schwarze Ölflut sei dann erst in einer Kläranlage bei Monza bemerkt worden. In der klebrigen Masse auf der Wasseroberfläche trieben bereits tote Enten. Der Schaden unter anderem an Fauna und Flora dürfte in die Millionen gehen, zumal auch die Kläranlage stärker beschädigt worden ist, so der «Corriere della Sera». Das Becken des Lambro gilt als eine der verschmutztesten Gegenden Italiens. «Das ist ein grosses Umweltdesaster, Folge eines kriminellen Aktes, aber auch der schuldhaften Nachlässigkeit seitens des Unternehmens», erklärte der Umweltverantwortliche der Region Lombardei, Massimo Ponzoni. Trinkwasser weiterhin geniessbar

, Das Trinkwasser der Region sei jedoch weiter geniessbar, «auch wenn es einen unangenehmen Geruch haben sollte», sagen die Behörden. Noch schwankten die Angaben darüber, wie viel Öl genau ausgeflossen ist. Die Mailänder Präfektur hat einen Krisenstab eingerichtet, um noch möglichst viel Öl mit Sperren südlich der italienischen Wirtschaftsmetropole aufzufangen. Die Ölschicht erreichte den Po südlich von San Zenone al Lambro, dort, wo der Nebenfluss in den Strom mündet. Der Po ist in diesem Abschnitt normalerweise sauber.

(ade/sda)

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