Nach Unfällen kommt es im Schweizer Bahnverkehr zu Verspätungen
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 10:30 Uhr

Kerzers/Bern/Basel - Verschiedene glimpflich verlaufene Bahnunfälle in den Regionen Basel sowie Bern/Kerzers haben am Vormittag zu teilweise erheblichen Behinderungen geführt.

In Basel entgleiste in den frühen Morgenstunden wegen einer defekten Weiche eine Güterlok und beschädigte dabei auch die Oberleitungen. Verletzt wurde niemand.

Wegen dem Unfall muss im Fernverkehr Deutschland-Schweiz mit Verspätungen bis zu 15 Minuten gerechnet werden. Die Fernverkehrszüge können zudem nicht im Badischen Bahnhof Basel halten, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) sagte. Ausfallen muss auch der Nahverkehr zwischen Basel und Weil am Rhein (D). Für die Reisenden wird ein Shuttle-Service angeboten.

Zu grossen Behinderungen kommt es vor allem aber auch im Güterverkehr, wie es bei der SBB hiess: Sehr viele Güterzüge müssten zurückgehalten werden. Die Reparaturarbeiten an den Leitungen dürften nach Angaben der DB bis am Abend dauern.

Zu Verspätungen kam es am Morgen auch auf der Strecke Neuenburg-Bern. Grund war ein Unfall gestern Abend im Bahnhof von Kerzers FR. Dort kam es zu einer seitlichen Kollision zwischen einem TGV und einer S-Bahn-Komposition.

Beide Züge waren gestern Abend in Richtung Bern unterwegs. Weshalb sie beim Bahnhof Kerzers gleichzeitig losfuhren und es zu einer Flankenfahrt kam, wird noch untersucht. Verletzt wurde niemand.

Der TGV steht nach wie vor im Bahnhof Kerzers und blockiert damit die Zugsdurchfahrten auf einem Geleise, wie Roland Binz, Mediensprecher SBB, auf Anfrage sagte. Die Nachwehen der seitlichen Kollision sollten sich gemäss Binz aber im Verlauf des Tages legen.

(sda)

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