Nach Wegwahl des Pfarrers - Kirchenaustritt
publiziert: Montag, 5. Feb 2007 / 13:33 Uhr

Weite - Der am Donnerstag in Wartau-Gretschins SG weggewählte evangelisch-reformierte Pfarrer will aus der Kirche austreten, wie er gegenüber Medien darlegte. Er werde sich ins Glarnerland zurückziehen und keine Pfarrstelle mehr annehmen.

Pfarrhaus und Kirche von Wartau-Gretschins stehen vorerst leer.
Pfarrhaus und Kirche von Wartau-Gretschins stehen vorerst leer.
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Der 52-jährige Pfarrer wurde am 1. Februar von der Kirchgemeinde in einer Urnenabstimmung mit 201 zu 69 Stimmen weggewählt. Damit segneten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger die Kündigung des Pfarrers durch die Kirchenvorsteherschaft ab. Im Januar hatte der Kirchenrat einen Rekurs des Pfarrers gegen die Kündigung abgelehnt.

Nach der Kirchgemeindeversammlung sagte der Pfarrer in einem Interview mit «Tele Ostschweiz», er und seine Frau würden aus der Kirche austreten und sich ins Glarnerland zurückziehen. Annalies Forrer, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, sagte, ein Austrittsschreiben des Pfarrers habe sie noch nicht erhalten.

Pfarrer weilt im Kanton Glarus

Sie bestätigte indessen, dass sich der weggewählte Pfarrer im Kanton Glarus aufhalte. Forrer und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Vorsteherschaft sind derzeit daran, Stellvertretungen für die Gottesdienste und den Konfirmandenunterricht zu organisieren.

Danach werde in aller Ruhe nach einem neuen Pfarrer gesucht, sagte Forrer. Zuerst werde eine Pfarrwahlkommission bestellt. Wann der neue Pfarrer oder die neue Pfarrerin installiert werden soll, liess Annalies Forrer offen: «Wir stehen nicht unter Zeitdruck».

Dem abgewählten Pfarrer war im November 2006 gekündigt worden. Als Grund gab Annalies Forrer gegenüber der SDA an, der Pfarrer habe seine Pflichten als Pfarrer nicht mehr erfüllt. Nach seiner Wegwahl wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Der Pfarrer hat das Recht, binnen acht Wochen einen Abschiedsgottesdienst zu feiern.

(li/sda)

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