Rettungsaktionen in den Bergen
Nach der Berg-Rettung kommt die hohe Rechnung
publiziert: Donnerstag, 15. Feb 2001 / 08:44 Uhr

Sitten - Such- und Rettungseinsätze in den Bergen sind nicht gratis. Die Kosten für solche Aktionen müssen die Verunfallten tragen. Wer nicht versichert ist, greift unter Umständen tief ins Portemonnaie.

Wer sich auf der Piste ein Bein bricht, muss mit Kosten zwischen 2000 und 4000 Franken rechnen. Die Suche nach Verschütteten in einer Lawine kann dagegegen gut und gerne mehrere zehntausend Franken kosten. Zahlen müssen die Opfer oder deren Angehörige, wie Jacky Michelet, Leiter der kantonalen Walliser Rettungsdienste (OCVS) erklärt.

Kranken- oder Unfallversicherungen decken in der Regel die Kosten solcher Einsätze ab. Doch nicht alle Verunfallten sind versichert, und nicht in jedem Fall werden die Kosten rückerstattet. Dann zum Beispiel, wenn bei einer Suchaktion die vermisste Person unversehrt geborgen wird: Keine Verletzung, keine Kostenübernahme, heisst es etwa bei der Rega.

Um solche bösen Überraschungen zu vermeiden, bieten die Rettungsorganisationen Zusatzversicherungen an: Für einen Beitrag von rund 30 Franken sind Rettungs- und Suchaktionen kostenlos, die von Versicherungen nicht gedeckt sind.

In der Schweiz sind die Tarife für Rettungseinsätze in einem Abkommen zwischen dem Schweizerischen Alpen-Club (SAC), den Versicherungen und den Rettungsorganisationen geregelt.

Der Stundenansatz für einen Helfer liegt zwischen 117 und 200 Franken für die ersten beiden Stunden eines Einsatzes, danach zwischen 40 und 60 Franken jede weitere Stunde. Dazu kommen die Kosten für den Einsatz von Helikopter oder Ambulanz. Ist der oder die Verunfallte Schweizer, stellt die Rechnungsstellung selten Probleme. Schwieriger ist es bei ausländischen Touristen, die gerettet wurden. Viele verlassen das Land, ohne auf eine Rechnung zu warten. Allein für die OCVS belaufen sich die nicht bezahlten Kosten auf über 200 000 Franken pro Jahr.

Und trotz festgelegten Tarifen können die Löhne für die Rettungsspezialisten nicht über die in Rechnung gestellten Beträge gedeckt werden. Die Bergretter in Sitten beispielsweise sind von der Helikopterfirma Air Glaciers entlöhnt, die die Ausgaben für Rettungseinsätze mit ihrem kommerziellen Geschäft kompensiert. Andere europäische Staaten haben nicht alle dieselbe Praxis zur Verrechnung von Rettungskosten. Im allgemeinen gehen die Kosten indes zu Lasten der Verunfallten. Dies gilt für Österreich ebenso wie für Italien.

(sda)

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