Nach umstrittenem Inserat werden Konsequenzen gefordert
publiziert: Dienstag, 3. Feb 2009 / 15:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Feb 2009 / 18:29 Uhr

Aarau - Nach dem umstrittenen Wahlkampfinserat gegen den Aargauer Bildungsdirektor Rainer Huber (CVP) fordern SVP und FDP für die Auftraggeber in den eigenen Reihen Konsequenzen. Andreas Glarner soll als SVP-Fraktionschef im Grossen Rat den Hut nehmen.

Andreas Glarner soll als SVP-Fraktionschef im Grossen Rat gehen.
Andreas Glarner soll als SVP-Fraktionschef im Grossen Rat gehen.
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Trete Glarner als Fraktionschef nicht zurück, werde an der nächsten Fraktionssitzung ein entsprechender Antrag gestellt, teilte die SVP Aargau mit. Parteipräsident und Grossrat Thomas Lüpold sieht für Glarner «auch keinen Platz mehr» in der Geschäftsleitung der Kantonalpartei.

Glarner habe sich «als Briefträger und damit als Mittäter für eine solche Sache betätigt», hält die SVP fest. Auch hart und emotional geführte Wahl- und Abstimmungskämpfe müssten fair sein. Alles andere schade der Demokratie.

Glarner wies die Aufforderung zum Rücktritt als «unüberlegten Schnellschuss» zurück. Er sei von der Fraktion gewählt worden, teilte er mit. Er werde die Vertrauensfrage stellen.

Auftraggeber des Inserates in der «Aargauer Zeitung» (AZ) war FDP-Grossrat Urs Haeny. Er hatte die Annonce nach eigenen Angaben im Auftrag einer Drittperson erscheinen lassen. Den Auftrag wickelte eine Firma ab, deren Verwaltungsratspräsident Glarner ist.

Die FDP Aargau forderte Haeny und Glarner auf, die Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen aus dem «unüberlegten Tun» zu ziehen. «Wer sich so unanständig benimmt, kann sich sich nicht hinter angeblich anonymen Drahziehern verstecken», teilte die FDP mit.

Das Inserat eines anonymen Elternkomitees mit dem Namen «Keiner wählt Rainer» war am Samstag in der AZ erschienen. Es zeigte vier Farbfotos von weinenden Kindern. «Aargauer Kinder sind erschüttert: Rainer Huber kandidiert nochmals...», war zu lesen.

(fest/sda)

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