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Nächtliche «Prohibition» in der Schweiz
publiziert: Freitag, 27. Jan 2012 / 00:01 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Jan 2012 / 14:32 Uhr
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Um nächtlichen Alkoholexzessen vorzubeugen, soll der Detailhandel von 22 Uhr bis 6 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen.
Um nächtlichen Alkoholexzessen vorzubeugen, soll der Detailhandel von 22 Uhr bis 6 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen.

Bern - Das 80-jährige Alkoholgesetz soll modernisiert werden. Unter anderem wird der Jugendschutz verstärkt: Um den Zugang zu Alkohol zu erschweren, sollen Läden ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen. Mit dieser Massnahme will der Bundesrat gegen nächtliche Alkoholexzesse vorgehen.

1 Meldung im Zusammenhang
In der Nacht werde mehr Alkohol konsumiert als zu anderen Tageszeiten, hält der Bundesrat in der am Freitag veröffentlichten Botschaft zur Totalrevision des Alkoholgesetzes fest. Entsprechend häuften sich zu diesen Stunden die Fälle problematischen Alkoholkonsums.

Der Bundesrat schlägt deshalb ein «Nachtregime» vor: Von 22 Uhr bis 6 Uhr soll der Detailhandel keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen, und Restaurants sollen während dieser Stunden keine «happy hours» mit vergünstigten alkoholischen Getränken anbieten dürfen.

Damit setzt der Bundesrat auf die soziale Kontrolle. Diese sei in Restaurants besser als in Bahnhofsunterführungen oder auf den Strassen, sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Medien in Bern. Somit sei das revidierte Gesetz auch eine Chance für die Gastronomie.

Auf eine Erhöhung des Schutzalters hat der Bundesrat verzichtet. Nach wie vor dürfen Jugendlich ab 16 Jahre Wein und Bier kaufen und ab 18 auch Spirituosen und Alcopops. Kantone und Verkaufsstellen dürfen strengere Vorschriften festlegen.

Gesetzliche Grundlage für Testverkäufe

Das neue Alkoholgesetz schafft aber eine gesetzliche Grundlage für Testverkäufe zur Kontrolle der Einhaltung des Abgabealters. Die Ergebnisse von Testkäufen sollen in Strafverfahren verwendet werden dürfen - jedoch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

So müssen etwa die Eltern der Jugendlichen zugestimmt haben, und die Testkäufe müssen von anerkannten Fachorganisationen oder Behörden durchgeführt werden. Massnahmen, die das wahre Alter der Jugendlichen verschleiern, sind verboten. Diese Bestimmung erfüllt Anforderungen des Bundesgerichts.

Weniger strenge Werbevorschriften

Hingegen will der Bundesrat die Werbebeschränkungen für Spirituosen leicht lockern. So soll neben der Schnapsflasche auch eine Sonne gezeigt werden dürfen, erklärte Alexander Schmidt, Direktor der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV).

Personen dürfen laut Schmidt aber weiterhin keine gezeigt werden und Werbung, die den Alkohol «verherrlicht», soll verboten bleiben. Neu sollen jedoch die bestehenden Werbeverbote für alkoholische Getränke auch für die digitale Welt gelten.

(joge/sda)

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Zürich - Alkohol- und Tabaktestkäufe durch Jugendliche in Läden und Restaurants im Kanton Zürich werden gesetzlich geregelt. ... mehr lesen
http://www.news.ch/ajax/quickreader.aspx?ID=498157 s-45
Seit Jahren führen Jugendliche im Kanton Zürich im Auftrag der Gemeinden Alkoholtestkäufe durch.
Seit Jahren führen Jugendliche im Kanton Zürich im Auftrag der Gemeinden Alkoholtestkäufe durch.
Alkohol schafft Probleme . . .
. . . die man mit Hanf nicht hätte. Ich verstehe diese Wertung (wohl aus den Anfangszeiten der Textilindustrie, als Dupont seine Acryl-Kleider verkaufen musste) eigentlich nicht. Aber es hat sich gezeigt, dass wir diese Probleme weder mit Repression noch durch Prohibition lösen. Einziger Effekt sind Mehreinnahmen für die Verwaltung die aber gleich wieder für Überwachungsmittel und Personalkosten draufgehen. Wir müssen neue, liberalere Wege finden für den Umgang mit unserer Jugend. Das Beste wäre eine Welt, die man sich weder schönsaufen- noch schönrauchen müsste aber das ist nicht die Welt der Bortoluzzi-Humbel-Studer-Fraktion die mit ihrer Vorstellung einer heilen Welt ohne Hemmungen ein ganzes Volk von Versicherungsleistungen ausschliesst und kriminalisiert.
Nächtliche 'Prohibition' ...
Ich meine, dass Jugendliche auch vom übermässigen Alkohogenuss fergehalten werden sollten - aber auf Freiwilligkeit basierend!!

Aber ich denke auch, dass die HEUTIGEN Jugendlichen derart im Konsumwahn abgerutscht sind, dass Fantasie - vermeintliche! - nur noch mit viel Alkohol möglich wird ...

Ich kann nur aus meiner Jugend erzählen. Ich wüsste zwar auch, wie es meine Kinder machten ... Allerdings war ich kaum je dabei ...

In meiner Jungend, da war Alkohol meistens in Form von Wein, Schnäpsen und Bier vorhanden. Für die Erwachsenen!

Es war damals sowieso so - bei uns und bis etwa 18 Jahre, dass wir Bier oder andere Alkoholika nicht bis kaum tranken - in der Öffentlichkeit sowieso nicht.

Das ist natürlich schon eine lange Zeit her. Aber es war gut so, für mich und uns.

Die Meisten von uns hatten gar keinen Grund oder auch keinen Gluscht auf Alkohol. Wir konnten auch mit Kaffee, Tee und Süsswässern u.a. fetzige, lustige, hipe ... Abende (heute wohl Parties ...) geniessen.

Nun möchte die Politik mit dem Vorschlaghammer den heutigen Jungen das Alkoholkaufen und trinken oder saufen verbieten, resp. derart einschränken, dass das ganze als Alibiübung zur Beruhigung des schlechten Gewissens ehrlicher gesagt wäre ... ABER, DIESES BOMBENGESCHÄFT LASSEN SICH DIE VERKÄUFER VON ALKOHOLIKA DOCH NICHT VERMIESEN und werden dann den Alkohol ganz legal tagsüber verkaufen! Die KonsumentInnen werden schon wissen wann und wo für Parties grössere Mengen Akoholika zu beschaffen ist, leider - auch spät nachts noch ...!

Liebe PolitikerInnen,

macht einmal keine Studien, sondern geht mal ALLE selbst zu den jungen Leuten Euch informieren, was da so abgeht. Dann müsst Ihr, liebe Politiker und Politikerinnen lernen ZU-ZU-HÖREN....! Aber zieht Euch denn "warm an"!

Zuhören müsst Ihr für einmal können!

Ich weiss, das ist schwer für Politiker, die gewohnt sind zu "streiten" ...! Es gibt aber auch solche, die können schon zuhören - lernt bei denen, wie das geht - dann geht's!

Vielleicht merkt Ihr dann, dass auf die Schnelle nicht zu erreichen ist. Ihr habt bis heute mitgeholfen und Eure Vorfahren auch, dass unsere Gesellschaft heute so ist, wie sie es eben ist - wie sie, die Gesellschaft, sich anfühlt!

Also, neue praktikable und vor allem ehrliche Erkenntnisse und daraus abgeleitete - auch - EHRKICHE, gangbare Massnahmen sind gefragt! Nicht unehrliche, faule Politübungen!
Finde ich nicht so gut
Ich habe zwar wohl in meinem Leben noch nie in der Nacht Alkohol im Laden gekauft, ich habe mir mein Bier immer in der Beiz oder im Club zugeführt. Natürlich muss man sagen das ich in der Provinz lebe, da haben nach 22 Uhr gar keine Geschäfte und Tankstellen mehr offen. Ich denke es wird so einfach darauf hinauslaufen, dass sich die Leute vor 22 Uhr mit dem nötigen ausstatten werden. Ich fände es besser wenn man die Gesetzeslage für Testkäufe ändern würde. Das ist wohl ein Mittel um die Geschäfte für mehr Sozialkontrolle zu gewinnen.

Grundsätzlich denke ich, dass man nicht was verteufeln sollte was wir alle vorleben. Wenn sich Jugendliche so abschiessen wollen, bitte. Wenn ich daran denke was für Bilder man Samstag oder Freitag Abend in der Stadt sieht.... und das sind nicht nur Jugendliche...
Der DAU
Ich träume von einem Monat im Jahr wo uns alle diese dummen, selbstgefälligen Politiker weltweit einfach mal in Ruhe lassen und die Schnauze über Furzideen halten.

Bevormundung des Bürgers, weil wir uns dem DAU (dümmsten aller User) und deren Eltern anpassen müssen.

The power of stupid.
Keinschaf, da sind wir uns einig . . .
. . . und ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Man spürt die Wut und Enttäuschung über diese Bervormundung und das mit gutem Recht. Das Geld, das uns diese Schreibtischtäter aus den Rippen schneiden, müssen wir in Fabriken und Baustellen hart verdienen und mit Lohnerhöhungen haben wir es nicht so leicht wie das Parlament, welches seine Gagen ja gerade mal selber "anpassen" kann. Bortoluzzi und Humbel sind Exponenten die mit aller Kraft an der systematischen Entsolidarisierung der Sozialwerke arbeiten (auf Kosten der Gemeinden und Sozialämter notabene). Wir haben Politiker gewählt und Versicherungsvertreter erhalten, aber der MOB ist gereizt und es wäre klug, weitere Forderungen rechtzeitig zu stoppen, bevor er sich entzündet. Es gibt auch noch andere Kreise als die SVP, die sich für die persönliche Freiheit einsetzen.
Offizielle Verarschung
Danke, liebe Regierung, dass Ihr uns Bürger nach Strich und Faden verarscht und glaubt, jeden für f...dumm verkaufen zu können.

Um irgendwelche Einzel-Exzesse von Jugendlichen zu verhindern, soll man jetzt flächendeckend nach 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen?

Habt Ihr einen Vogel in Bundesbern? Wenn ja, dann muss der mittlerweile so fett sein, wie Bortofuzzis Ranzen.

Scheinheiliges, bigottes, doppelzüngiges Getue in unserer verlogenen Mittestinkts-Regierung. In Wahrheit soll die ganze Gesellschaft gemassregelt werden und damit das wenigstens die Saudummen nicht merken, wird wieder einmal der Jugendschutz vorgeführt.
Mein Tip: Erzieht doch Eure Brut wieder mal zur Abwechslung zu vernünftigem Verhalten, Punkt 1. Und Punkt 2 wäre, dass vor allem die Erwachsenen wieder mal vernünftig würden. Alkoholexzesse in jugendlichen Jahren gab es schon 1950 und wahrscheinlich auch viel früher schon. Wer nie im Leben über den Durst getrunken hat, gehört sowieso ins Nerd-Heim. Nur hatten wir damals - im Gegensatz zu heute - auf vernünftige Eltern und Erwachsene in den Verantwortungsbereichen zählen dürfen, die nicht jedes Mass an Ratio irgendeiner übergeordneten Ideologie zum Opfer fallen liessen.

Anstatt dieses völlig überflüssigen Jugendschutzes, wäre es angebracht, die Bevölkerung vor der Verstrohdummung in Bundesbern zu schützen.
Dieses war der letzte Straich . . .
. . . doch der Nächste folgt sogleich. Folgen des Missbrauchs werden nicht mehr versichert. Zum Glück sind die Versicherungen obligatorisch. Kein normaler Mensch würde für dieses "Nichtmehrbezahlen" freiwillig Prämien zahlen. Ich freue mich auf die heile Humbel- Bortoluzzi-Welt. Und die fromme Frau Studer wird beten für die Sünder. Würg . . .!
Das Sprachrohr des BAG
Der Bundesrat setzt einmal mehr nur das um, was ihm das BAG vorgesetzt hat. Ich bin gegen jegliche Einschränkung, sondern für Eigenverantwortung. Wer das nicht kann und anschliessend in die Ausnüchterungszelle oder sogar ins Spital muss, soll dafür vollumfänglich für die Kosten aufkommen - und nicht etwa die Krankenkasse.
Macht man in
Thailand auch. Zwecklos!
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Junge greifen vor allem am Wochenende gerne zum Alkohol.
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Vor allem an Wochenenden  Bern - In der Schweiz trinken viele junge Erwachsene an den Wochenenden grosse Mengen Alkohol. Sie konsumieren wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen. An Samstagabenden trinken sie am meisten: Männer genehmigen sich im Durchschnitt zwei Liter Bier. 
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Nur das herkömmliche Komasaufen ist gesun...
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Titel Forum Teaser
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    Gesellschaft von Haien beherrscht Die letzte Frage ist ja interessant - kann es sich diese Gesellschaft ... So, 20.05.12 21:43
  • JasonBond aus Strengelbach 3579
    Näher als man denkt Bald wird sich das gemeine Volk gegen die neue Adelsherrschaft der ... Fr, 11.05.12 21:08
  • Pacino aus Brittnau 625
    Ist doch lustig . . . . . ., wenn man eine "lebensgefährliche" Droge während 50 Jahren ... Do, 05.04.12 09:36
  • UrsVals aus Bern 2
    ...und jede neue Klasse von Antibiotika schafft eine neue Klasse resistenter ... Sa, 31.03.12 03:40
  • UrsVals aus Bern 2
    Keine Sorge Dann würde Surviving of the fittest wieder funktionieren. Momentan ... Sa, 31.03.12 03:31
  • borisxl aus Uznach 35
    Es gibt viele Beispiele in der Art ... Das verbrennen von fossilen Brennstoffen wie Öl ist doch viel schlimmer ... Fr, 30.03.12 15:34
  • JasonBond aus Strengelbach 3579
    Was kommt zuerst Die Frage ist eigentlich nur noch was uns zuerst erledigen wird in den ... Fr, 30.03.12 12:24
  • Heidi aus Oberburg 705
    und wenn es gerade umgekehrt ist? Wäre ja möglich: Schokolade-Esser sind ... Di, 27.03.12 21:45
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Diesen Blogbeitrag hat Mischa Werner gemeinsam geschrieben mit Daniel Sutter. Beide sind Doktoranden am Laboratorium für Trennprozesse der ETH Zürich.
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