
Bern - Das 80-jährige Alkoholgesetz soll modernisiert werden. Unter anderem wird der Jugendschutz verstärkt: Um den Zugang zu Alkohol zu erschweren, sollen Läden ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen. Mit dieser Massnahme will der Bundesrat gegen nächtliche Alkoholexzesse vorgehen.
Der Bundesrat schlägt deshalb ein «Nachtregime» vor: Von 22 Uhr bis 6 Uhr soll der Detailhandel keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen, und Restaurants sollen während dieser Stunden keine «happy hours» mit vergünstigten alkoholischen Getränken anbieten dürfen.
Damit setzt der Bundesrat auf die soziale Kontrolle. Diese sei in Restaurants besser als in Bahnhofsunterführungen oder auf den Strassen, sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Medien in Bern. Somit sei das revidierte Gesetz auch eine Chance für die Gastronomie.
Auf eine Erhöhung des Schutzalters hat der Bundesrat verzichtet. Nach wie vor dürfen Jugendlich ab 16 Jahre Wein und Bier kaufen und ab 18 auch Spirituosen und Alcopops. Kantone und Verkaufsstellen dürfen strengere Vorschriften festlegen.
Gesetzliche Grundlage für Testverkäufe
Das neue Alkoholgesetz schafft aber eine gesetzliche Grundlage für Testverkäufe zur Kontrolle der Einhaltung des Abgabealters. Die Ergebnisse von Testkäufen sollen in Strafverfahren verwendet werden dürfen - jedoch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
So müssen etwa die Eltern der Jugendlichen zugestimmt haben, und die Testkäufe müssen von anerkannten Fachorganisationen oder Behörden durchgeführt werden. Massnahmen, die das wahre Alter der Jugendlichen verschleiern, sind verboten. Diese Bestimmung erfüllt Anforderungen des Bundesgerichts.
Weniger strenge Werbevorschriften
Hingegen will der Bundesrat die Werbebeschränkungen für Spirituosen leicht lockern. So soll neben der Schnapsflasche auch eine Sonne gezeigt werden dürfen, erklärte Alexander Schmidt, Direktor der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV).
Personen dürfen laut Schmidt aber weiterhin keine gezeigt werden und Werbung, die den Alkohol «verherrlicht», soll verboten bleiben. Neu sollen jedoch die bestehenden Werbeverbote für alkoholische Getränke auch für die digitale Welt gelten.
(joge/sda)
Aber ich denke auch, dass die HEUTIGEN Jugendlichen derart im Konsumwahn abgerutscht sind, dass Fantasie - vermeintliche! - nur noch mit viel Alkohol möglich wird ...
Ich kann nur aus meiner Jugend erzählen. Ich wüsste zwar auch, wie es meine Kinder machten ... Allerdings war ich kaum je dabei ...
In meiner Jungend, da war Alkohol meistens in Form von Wein, Schnäpsen und Bier vorhanden. Für die Erwachsenen!
Es war damals sowieso so - bei uns und bis etwa 18 Jahre, dass wir Bier oder andere Alkoholika nicht bis kaum tranken - in der Öffentlichkeit sowieso nicht.
Das ist natürlich schon eine lange Zeit her. Aber es war gut so, für mich und uns.
Die Meisten von uns hatten gar keinen Grund oder auch keinen Gluscht auf Alkohol. Wir konnten auch mit Kaffee, Tee und Süsswässern u.a. fetzige, lustige, hipe ... Abende (heute wohl Parties ...) geniessen.
Nun möchte die Politik mit dem Vorschlaghammer den heutigen Jungen das Alkoholkaufen und trinken oder saufen verbieten, resp. derart einschränken, dass das ganze als Alibiübung zur Beruhigung des schlechten Gewissens ehrlicher gesagt wäre ... ABER, DIESES BOMBENGESCHÄFT LASSEN SICH DIE VERKÄUFER VON ALKOHOLIKA DOCH NICHT VERMIESEN und werden dann den Alkohol ganz legal tagsüber verkaufen! Die KonsumentInnen werden schon wissen wann und wo für Parties grössere Mengen Akoholika zu beschaffen ist, leider - auch spät nachts noch ...!
Liebe PolitikerInnen,
macht einmal keine Studien, sondern geht mal ALLE selbst zu den jungen Leuten Euch informieren, was da so abgeht. Dann müsst Ihr, liebe Politiker und Politikerinnen lernen ZU-ZU-HÖREN....! Aber zieht Euch denn "warm an"!
Zuhören müsst Ihr für einmal können!
Ich weiss, das ist schwer für Politiker, die gewohnt sind zu "streiten" ...! Es gibt aber auch solche, die können schon zuhören - lernt bei denen, wie das geht - dann geht's!
Vielleicht merkt Ihr dann, dass auf die Schnelle nicht zu erreichen ist. Ihr habt bis heute mitgeholfen und Eure Vorfahren auch, dass unsere Gesellschaft heute so ist, wie sie es eben ist - wie sie, die Gesellschaft, sich anfühlt!
Also, neue praktikable und vor allem ehrliche Erkenntnisse und daraus abgeleitete - auch - EHRKICHE, gangbare Massnahmen sind gefragt! Nicht unehrliche, faule Politübungen!
Grundsätzlich denke ich, dass man nicht was verteufeln sollte was wir alle vorleben. Wenn sich Jugendliche so abschiessen wollen, bitte. Wenn ich daran denke was für Bilder man Samstag oder Freitag Abend in der Stadt sieht.... und das sind nicht nur Jugendliche...
Bevormundung des Bürgers, weil wir uns dem DAU (dümmsten aller User) und deren Eltern anpassen müssen.
The power of stupid.
Um irgendwelche Einzel-Exzesse von Jugendlichen zu verhindern, soll man jetzt flächendeckend nach 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen?
Habt Ihr einen Vogel in Bundesbern? Wenn ja, dann muss der mittlerweile so fett sein, wie Bortofuzzis Ranzen.
Scheinheiliges, bigottes, doppelzüngiges Getue in unserer verlogenen Mittestinkts-Regierung. In Wahrheit soll die ganze Gesellschaft gemassregelt werden und damit das wenigstens die Saudummen nicht merken, wird wieder einmal der Jugendschutz vorgeführt.
Mein Tip: Erzieht doch Eure Brut wieder mal zur Abwechslung zu vernünftigem Verhalten, Punkt 1. Und Punkt 2 wäre, dass vor allem die Erwachsenen wieder mal vernünftig würden. Alkoholexzesse in jugendlichen Jahren gab es schon 1950 und wahrscheinlich auch viel früher schon. Wer nie im Leben über den Durst getrunken hat, gehört sowieso ins Nerd-Heim. Nur hatten wir damals - im Gegensatz zu heute - auf vernünftige Eltern und Erwachsene in den Verantwortungsbereichen zählen dürfen, die nicht jedes Mass an Ratio irgendeiner übergeordneten Ideologie zum Opfer fallen liessen.
Anstatt dieses völlig überflüssigen Jugendschutzes, wäre es angebracht, die Bevölkerung vor der Verstrohdummung in Bundesbern zu schützen.
- PMPMPM aus Wilen SZ 100
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