Nahost-Waffenruhe ist bedroht
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 18:29 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Mai 2005 / 17:56 Uhr

Gaza/Jerusalem - Nach zahlreichen Angriffen mit Mörsern und Kleinraketen auf israelische Siedlungen im Gazastreifen ordnete Verteidigungsminister Schaul Mofas Militäreinsätze an.

Schaul Mofas Israel Verteidigungsminister.
Schaul Mofas Israel Verteidigungsminister.
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Sein Stellvertreter Seew Boim warnte, die neue Eskalation könne den für August geplanten israelischen Abzug verhindern. "Es ist undenkbar, dass wir Siedlungen unter Feuer räumen."

Während einer Beratung mit ranghohen Militärs sagte Mofas, die radikal-islamische Hamas-Bewegung sei für die jüngste Eskalation verantwortlich. Hintergrund seien interne Spannungen zwischen Hamas und Autonomiebehörde wegen der palästinensischen Gemeindewahlen.

Brenzlige Situation

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas warnte, schon ein kleiner Funke könne zur Eskalation führen. Die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern seien weiterhin "heikel", sagte er bei einem Besuch in Peking der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Der palästinensische Sicherheitschef für den Süden des Gazastreifens, Dschamal el Kajed, kritisierte die Verstösse der Hamas gegen den Waffenstillstand. Alle Parteien hätten sich mit einem Stopp der Angriffe einverstanden erklärt. "Sie haben ihr Wort gegeben, jetzt sollten sie es halten."

Sicherung der Waffenruhe

Im Bemühen um eine Eindämmung vereinbarten Israelis und Palästinenser, für die Einhaltung der Anfang Februar vereinbarten Waffenruhe zwischen beiden Seiten zu sorgen.

Die Vereinbarung zur Sicherung der Waffenruhe sei am Donnerstag bei einem Treffen des israelischen Regierungsberaters Dov Weisglass und des palästinensischen Chefunterhändlers Sajeb Erakat getroffen worden, berichteten ranghohe Palästinenservertreter. Beide Seiten hätten zudem ein Treffen zwischen Ministerpräsident Ariel Scharon und Abbas für Juni vereinbart.

(sl/sda)

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