Natascha Kampusch setzt sich für behinderte Kinder ein
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 07:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Apr 2007 / 09:21 Uhr

Wien - Das frühere Entführungsopfer Natascha Kampusch hat sich knapp drei Monate nach dem viel beachteten TV-Interview erstmals wieder öffentlich gezeigt.

Titelbild des österreichischen Nachrichtenmagazins NEWS.
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Anlass war ein Spendenaufruf des ORF-Fernsehens für behinderte Kinder. Kampusch unterstützte die Aktion und besuchte ein Zentrum für behinderte Kinder in Wien. Einem Moderator sagte sie, sie wolle ihren Beitrag leisten, da sie wisse, «wie es sich anfühlt, wenn einen niemand wahr nimmt, wenn niemand weiss, wie schlecht es dir geht.»

«Ich weiss, wie es ist, wenn man sich von der Gesellschaft abgeschnitten fühlt. Und behinderte Kinder haben oftmals eine harte Zeit, sich selbst zu finden», sagte sie. Sie habe eine gewisse Verantwortung. «Ich liebe Kinder. Sie sind ehrlicher, spontan, süss», sagte sie.

Die 18-Jährige freut sich nun auf das erste Weihnachten seit neun Jahren, das sie im Kreise ihrer Familie feiern kann. Sie werde die Feiertage mit ihren Eltern und ihrer Grossmutter verbringen, sagte Kampusch.

In kleiner Mietwohnung

Medienberichten zufolge lebt Kampusch seit ihrer gelungenen Flucht im August aus den Händen ihres Entführers allein in einer kleinen Mietwohnung. Sie wird weiter psychologisch betreut, um die mehr als acht Jahre in Gefangenschaft ihres 44-jährigen Entführers zu verarbeiten.

Dieser hatte kurz nach der Flucht der jungen Frau Selbstmord begangen. Er hielt Kampusch in einem winzigen Raum unter der Garage gefangen. Sie war 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg verschleppt worden.

(fest/sda)

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