Natascha Kampusch wehrt sich gegen Verschwörungstheorien
publiziert: Montag, 5. Mrz 2012 / 21:22 Uhr
Natascha Kampusch
Natascha Kampusch

Wien - Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch hat sich fast sechs Jahre nach ihrer Flucht gegen zahlreiche Verschwörungstheorien gewehrt. Weder habe es weitere Täter neben dem Entführer gegeben, noch sei sie schwanger gewesen, sagte Kampusch am Montag in einem Fernsehinterview.

Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
4 Meldungen im Zusammenhang
Die aktuellen Debatten nannte sie «empörend» und fügte hinzu: «Es ist eine enorme psychische Belastung, es verletzt.» Man könne aber gegen solche Vorhaltungen nicht argumentieren. Sie habe nie Mittäter gesehen, betonte Kampusch.

Mit dem Freund Priklopils, dem diese Rolle unterstellt wird, habe sie nach der Flucht mehrmals telefoniert, um zu erfahren, ob er schon länger Bescheid wusste. Die Aussage eines damals zwölfjährigen Mädchens, das die Entführung einige Sekunden beobachtete und dabei angeblich zwei Männer sah, erklärt sich Kampusch mit einer Einbildung im Schockzustand.

Kampusch betonte, sie sei auch niemals von Priklopil schwanger gewesen. Eine gefundene Haarlocke stamme nicht von einem Baby sondern von ihr. Der Entführer rasierte ihr immer wieder den Kopf und sie habe eine Locke der abgeschnittenen Haare aufbewahrt.

Spekulationen um einen angeblichen Pornofilm, den ihr Entführer mit ihr gedreht haben soll, oder gar einen ganzen Kinderpornoring, seien absurd. Zu Vorhaltungen, sie spare in ihren Berichten vieles aus, sagte Kampusch: «Ja, aber sehen Sie es doch so: Jeder hat ein Anrecht auf Privatsphäre, und ich muss nicht alles erzählen.»

Die aktuellen Diskussionen wurden angeheizt, weil der Vorsitzende eines parlamentarischen Ausschusses in Wien nicht an einen Einzeltäter glaubte. «Aus meiner Sicht ist der Fall nicht abzuschliessen», sagte Werner Amon vor eine Woche. Er meinte zudem, manche Aussagen von Kampusch könnten zwar aus ihrer Sicht richtig sein, aber trotzdem nicht stimmen.

Ende März will der Ausschuss seine Ergebnisse vorlegen. Nach Berichten einzelner Zeitungen wird er empfehlen, den Fall noch einmal aufzurollen. Die Ermittler vom Bundeskriminalamt und der Justiz reagierten verständnislos. Alles sei komplett geklärt, hiess es. «Intensiver kann man einen Fall nicht ausermitteln».

Demnächst wird zudem der Lebens- und Leidensweg von Kampusch verfilmt. Der verstorbene Filmproduzent Bernd Eichinger schrieb ein Drehbuch nach Kampuschs Autobiografie «3096 Tage».

Kampusch wurde 1998 als Zehnjährige von dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführt und acht Jahre lang in dessen Haus bei Wien gefangen gehalten. Nach der Flucht des Opfers im Jahr 2006 tötete sich Priklopil selbst.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wien - Das Entführungsopfer Natascha Kampusch war jahrelang in der Gewalt ihres Peinigers. Neue Ermittlungen ... mehr lesen
Das Entführungsopfer Natascha Kampusch war jahrelang in der Gewalt ihres Peinigers.
Wien - Der spektakuläre Fall des österreichischen Entführungsopfers Natascha Kampusch wird von Spezialisten neu unter die Lupe genommen. Sie sollen in den nächsten Monaten die Ermittlungsakten von Polizei und Staatsanwaltschaft analysieren. mehr lesen 
Natascha Kampusch.
München - Nach dem Tod von Bernd Eichinger im Januar steht nun eine neue Regisseurin für die Verfilmung der Vita von ... mehr lesen
Wien - Natascha Kampusch wird für ihr Buch «3096 Tage» über die Geschehnisse in ihrer achteinhalb Jahre dauernden Gefangenschaft mit dem Buchliebling-Preis 2011 ausgezeichnet. mehr lesen 
Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
Sicherheitstechnik Alarmanlagen Dienstleistungen Ausrüstung und Schulungen
Der Polizeistreik in Salvador da Bahía fordert 39 Menschenleben.(Symbolbild)
Der Polizeistreik in Salvador da Bahía fordert 39 ...
Neue Sorgen geweckt  Salvador da Bahia - Während eines Polizeistreiks im brasilianischen WM-Austragungsort Salvador da Bahía sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Die Regierung entsandte Elitepolizisten und hunderte Soldaten, nachdem die städtische Polizei am Dienstag die Arbeit niedergelegt hatte. 
Drama in Rom  Lausanne - Ungefähr 500 Personen haben am Donnerstag in Lausanne vom Schüler Abschied ...  
Trauerfeier. (Symbolbild)
Die Klasse hat Rom in Richtung Schweiz verlassen.
Nach Todesfall: Schüler reisen in die Schweiz zurück Lausanne/Rom - Die Kameraden und Lehrer des 16-jährigen Lausanner Schülers, der - möglicherweise in einem ...
Fünf Schweizer Schüler müssen in Rom bleiben Rom - Die Leiche des 16-jährigen Schülers aus Lausanne, der durch ein Messer in Rom tödlich ...
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2208
    Der perfekte (Massen-)Mord. "Bei der Nutzung im Körper von Krebspatienten existiert allerdings das ... Di, 15.04.14 00:52
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2086
    Lediglich... ein Versuch der Regierung, Recht und Ordnung vor einer beobachtenden ... So, 13.04.14 22:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2086
    Europa... wird noch über viele Jahre Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen müssen. ... So, 13.04.14 11:34
  • Heidi aus Oberburg 956
    Kann ich, keinschaf Einer meiner Chefs wohnt in einem Reihenhaus, der Junior Chef in einer ... Sa, 12.04.14 13:36
  • keinschaf aus Henau 2208
    Antiklumpmittel Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die ... Fr, 11.04.14 10:17
  • keinschaf aus Henau 2208
    Verdichtetes Bauen Das Unwort des Jahrzehnts, propagiert von jenen, die in grosszügig ... Fr, 11.04.14 01:39
  • DrPeterMeier aus Basel 1
    Geld zu dicht auf den Banken Ich habe gehört, dass man laut Studien jetzt auch auf den Banken einen ... Do, 10.04.14 19:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2086
    Vielleicht... hat sich die Zukunft von R. Erdogan bereits entschieden. Er wird vom ... Do, 10.04.14 11:40
Das Auto prallte am Donnerstagabend gegen eine Hausmauer.(Symbolbild)
Unglücksfälle 79-Jährige verwechselt Brems- mit Gaspedal Hausen AG - Eine betagte Automobilistin hat am ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 7°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 3°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 9°C 9°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Luzern 4°C 11°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 17°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten