Nationalbankgold für die Bildung?
publiziert: Dienstag, 14. Sep 2004 / 14:01 Uhr

Bern - Die Nationalbank soll weitere 650 Tonnen Gold verkaufen, damit eine Stiftung mit jährlich 300 Mio. Franken Bildungsprojekte fördern kann. Dies schlägt eine Allianz von Senioren- und Jugendverbänden vor.

650 Tonnen Gold könnten ohne Not verkauft werden.
650 Tonnen Gold könnten ohne Not verkauft werden.
1300 Tonnen überschüssiger Goldreserven hat die Nationalbank bereits grösstenteils veräussert. Zurzeit debattiert das Parlament noch über die Verwendung dieses Vermögens. Als Nutzniesser stehen Bund, Kantone und AHV zur Diskussion. Die Bildung hingegen wird nicht zum Zuge kommen.

Eine Generationenallianz - angeführt von der Seniorenvereinigung VASOS, dem Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) - will nun auch für die Bildung etwas tun. Sie sieht eine Chance, denn sie hat mehr brachliegende Goldreserven entdeckt.

Von den verbliebenen 1300 Tonnen könnten ohne Not 650 Tonnen verkauft werden, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Mit 184 Gramm pro Einwohner (gegenüber 42 Gramm in der Euro-Zone und 33 Gramm in den USA) verfüge die SNB noch immer über nutzlose Goldreserven.

Die Allianz schlägt die Errichtung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung vor, die das Vermögen aus dem Verkauf der 650 Tonnen Gold verwaltet und die Erträge von jährlich rund 300 Mio. Franken für Projekte zur Unterstützung der Bildung einsetzt. Während 20 Jahren müsste das Kapital diesem Ziel dienen, dann wäre eine andere Verwendung möglich.

Die Stiftungsgelder sollen alle Stufen von der obligatorischen Schule bis zur Erwachsenenbildung, Berufsbildung und akademischen Ausbildung gleichermassen zugute kommen. In Frage kommen Direkthilfen an Einzelne, die Unterstützung von Projekten bestehender Institutionen, Wettbewerbe zur Förderung bestimmter Bereiche und stiftungseigene Vorhaben.

In den letzten Jahren hätten Bildung, Forschung und Innovation massiv unter der Kürzung der öffentlichen Budgets gelitten, hält die Allianz der Generationen fest. Dieser Trend müsse dringend umgekehrt werden, denn Bildung sei der wichtigste Rohstoff der Schweiz. Deshalb dürften die Stiftungsgelder auch keine anderen Finanzierungen ersetzen.

(rr/sda)

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