Bund lanciert Massnahmen
Nationale Strategie gegen Krankheiten wie Diabetes
publiziert: Dienstag, 4. Aug 2015 / 13:37 Uhr
Präventionsmassnahmen sollen besser aufeinander abgestimmt werden.
Präventionsmassnahmen sollen besser aufeinander abgestimmt werden.

Bern - Um Diabetes, Krebs und andere nichtübertragbare Krankheiten einzudämmen, haben Bund und Kantone eine Nationale Strategie erarbeitet. Die bisherigen Präventionsmassnahmen sollen besser aufeinander abgestimmt und die Mittel effizienter eingesetzt werden.

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Die Strategie konzentriert sich auf fünf Arten von Krankheiten: Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen und sogenannte muskuloskelettale Erkrankungen - beispielsweise starke Rückenschmerzen und Arthrose.

Diese Krankheiten belasteten die Volkswirtschaft zunehmend und verursachten bei den Betroffenen und ihren Angehörigen grosses Leid, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mit. Wegen der höheren Lebenserwartung werde die Zahl der Personen, bei denen ein Risiko für diese Krankheiten besteht, in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Die Entstehung dieser Krankheiten könnte jedoch zu einem grossen Teil verhindert oder zumindest aufgehalten werden. Denn: Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung und Tabakkonsum beeinflussen die Entstehung erheblich.

Bessere Koordination nötig

Zwar engagieren sich bereits heute zahlreiche Akteure für die Prävention dieser Krankheiten, wie das BAG schreibt. Diese Aktivitäten müssten aber noch besser aufeinander abgestimmt und die Mittel für die Prävention effizienter eingesetzt werden.

Hier setzt die sogenannte «Nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten» (NCD-Strategie) an. Sie stellt laut BAG für die fünf Krankheitsbilder einen «kohärenten Orientierungsrahmen» zur Verfügung, an dem die Akteure ihr Handeln und ihren Ressourceneinsatz ausrichten können.

Konkret soll die Bevölkerung darüber informiert werden, wie man seine Gesundheit positiv beeinflussen kann. Zudem sollen auch Ziele im Bereich der Prävention in der medizinischen Grundversorgung - beispielsweise Sturzpräventionsberatung durch Hausärzte - stärker in die Diskussion einbezogen werden, wie das BAG schreibt.

Kosten in Milliardenhöhe

Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf- und chronische Atemwegserkrankungen verursachen in der Schweiz über die Hälfte der vorzeitigen Todesfälle bei den Männern und über 60 Prozent bei den Frauen. Zusammen mit den muskuloskelettalen Erkrankungen führten sie im Jahr 2011 zu 25,6 Milliarden Franken direkten Gesundheitskosten.

Die Nationale Strategie wurde unter der Leitung von Bund, Kantonen und Gesundheitsförderung Schweiz zusammen mit den betroffenen Organisationen erarbeitet. Der Entwurf befindet sich nun bis zum 28. September 2015 in der Vernehmlassung. Umgesetzt werden sollen die Massnahmen ab 2017.

(jz/sda)

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