Nationalräte bleiben bei Lohn-Geheimnis
publiziert: Dienstag, 12. Apr 2011 / 13:03 Uhr
Über den Nationalratslöhnen liegt weiterhin ein schwarzes Tuch.
Über den Nationalratslöhnen liegt weiterhin ein schwarzes Tuch.

Bern - Der Nationalrat will keine gläsernen Parlamentarier. Er hat am Dienstag eine parlamentarische Initiative abgelehnt, die alle beruflichen und nicht-beruflichen Einkünfte der Parlamentsmitglieder offenlegen wollte. Der Lohn habe keinen Einfluss auf die politische Arbeit, lautete das Hauptargument.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat verwarf somit erneut einen Vorstoss, der Transparenz bei den Einkünften der Parlamentarier verlangt hatte. Die parlamentarische Initiative von Jean-Charles Rielle (SP/GE) scheiterte mit 100 zu 59 Stimmen.

Ebenfalls chancenlos war die Forderung nach einem Bericht über die Vor- und Nachteile der Lohntransparenz bei Parlamentariern. Das Postulat des alt Nationalrates Hans Widmer (SP/LU) wurde mit 98 zu 65 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt.

Es reiche, dass die Parlamentarier ihre Tätigkeiten und Interessenbindungen offenlegen müssten, sagte Roberto Schmidt (CVP/VS) im Namen der Staatspolitischen Kommission.

Neugierde befriedigen

«Die Offenlegung der Löhne würde sicher Neugierde befriedigen, sie hätte aber keinen Einfluss auf die Parlamentstätigkeit», hielt Schmidt fest. Denn ein Politiker sei nicht engagierter, bloss weil er mehr verdiene. Es gäbe auch viele Politiker, die sich ehrenamtlich für eine Sache einsetzten.

Kommissionssprecher Schmidt sorgte sich zudem um den Datenschutz: «Wenn man keine gläsernen Bürger will, so braucht es auch keine gläsernen Parlamentarier.» Durch die Offenlegung von Zahlen würde bloss Wahlpolemik betrieben.

Beispiel AKW-Debatte

Dies sah Jean-Charles Rielle anders: «Jeder Bürger hat das Recht, diese Zahlen zu kennen», sagte der Initiant des Vorstosses. Es gebe sehr wohl einen Unterschied, ob ein Parlamentarier sich freiwillig für eine Sache einsetze oder ob er dafür einen fünfstelligen Betrag erhalte. Gerade bei der aktuellen Debatte über die Sicherheit der AKW in der Schweiz sei diese Frage zentral, sagte Silvia Schenker (SP/BS).

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - National- und Ständeräte sollen offenlegen, wieviel Geld sie mit nebenberuflichen Mandaten verdienen. Das verlangt ... mehr lesen
Lukas Reimann: Die Transparenz-Initiative soll der Politik wieder mehr Glaubwürdigkeit verleihen.
Bern - Die Urheber der Volksinitiative «Für die Offenlegung der Politiker-Einkünfte» (Transparenz-Initiative) können mit der Unterschriftensammlung beginnen. Sie haben bis zum 8. Dezember 2012 Zeit, 100'000 Unterschriften zu sammeln. mehr lesen 
Bern - Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK) will im Parlament nicht für volle Lohntransparenz sorgen. Sie ... mehr lesen
Es mache damit keinen Sinn, die Privatsphäre der Parlamentsmitglieder durch Offenlegungspflichten immer mehr einzuschränken.
Milchglas
Der heutige Parlamentarier ist so transparent wie ein Milchglas.

Wovor haben denn die Bürgerlichen so Angst?
Etwa dass man merken würde, wie sehr sie finanziell abhängig sind von den verschiedenen Lobbys?

Transparenz ist immer gut und wenn sie verhindert wird, wie hier, muss man von Machenschaften ausgehen die nicht gut sind.
Mit dem viertbesten Resultat schaffte SVP-Nationalrat Yvan Perrin erstmals den Einzug ins Schloss in Neuenburg.
Mit dem viertbesten Resultat schaffte SVP-Nationalrat Yvan Perrin ...
Wahlen NE  Neuenburg - Die Neuenburger Regierung ist bei der Stichwahl am Sonntag nach links gerutscht. Die SP gewann im fünf Sitze zählenden Staatsrat drei Mandate. Die SVP schaffte erstmals den Einzug in die Regierung. Grosse Verliererin ist die FDP, die nur noch einen Staatsrat stellt. 
FDP tritt in Neuenburg mit zwei Kandidaten an Neuenburg - Die FDP Neuenburg tritt am 19. Mai im zweiten Wahlgang der ...
Neuenburger Parlament rutscht nach rechts Neuenburg - Im Neuenburger Kantonsparlament verfügen in den kommenden vier ...
SP und SVP schlagen FDP im Kanton Neuenburg Bern - Bei den Neuenburger Regierungswahlen hat es am Sonntag eine ...
Parlament  Bern - Kürzlich haben die beiden Nationalrätinnen Ida Glanzmann (CVP/LU) und Maria Bernasconi (SP/GE) in einem Mail an sämtliche Parlamentarierinnen die Zukunft der parlamentarischen Frauengruppe in Frage gestellt. Der geringe Rücklauf dürfte nun das Ende der Gruppe besiegeln.  
Von-Wattenwyl-Gespräche  Bern - Trotz des Widerstands aus dem Parlament will der Bundesrat an seinen Sparplänen festhalten und ...  
Der Bundesrat möchte an seinen Sparplänen festhalten. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Gretzenbach 1173
    Danke KangiLuta & keinschaf Ich habe mich auf den Foren umgeschaut. Die meisten schreiben ungefähr ... heute 20:33
  • KangiLuta aus Wila 100
    Anderes Forum für Jorian Vielleicht ist das etwas für Sie, ... heute 07:11
  • jorian aus Gretzenbach 1173
    Pro EU Nein pro EU ist kein Kriterium, die Zensur ist ein Kriterium! gestern 20:00
  • keinschaf aus Henau 1513
    Sisyphos Die meisten Mannschaften fallen da schon weg, wenn Pro-EU für Sie ein ... gestern 18:06
  • jorian aus Gretzenbach 1173
    keinschaf Ich werde auch des öfteren zensuriert. Ich nehme mal an, dass die ... gestern 18:02
  • keinschaf aus Henau 1513
    Sehr geehrter Zensor Offenbar ist der Zensor in diesem Forum äusserst parteiisch, was auch ... gestern 17:50
  • jorian aus Gretzenbach 1173
    Dober wetscher marija Ich bin für eine offene Gesellschaft. Es gibt allerdings Menschen die ... gestern 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 729
    Da läuft etwas ganz und gar daneben! Silvia Schenker schreibt: "Die Abschaffung des Botschaftsverfahrens ... gestern 17:33
Wettbewerb
Fitness für die Lachmuskeln ist garantiert.
Mitmachen und gewinnen  Freitag, 31. Mai und Samstag, 1. Juni. Das sind die Daten welche man sich unbedingt merken muss. Denn dann tritt Dieter Nuhr, einer der erfolgreichsten ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 6°C 9°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 6°C 10°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 9°C 12°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 7°C 15°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 10°C 15°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten