Nationalrat debattiert über Jugend und Musik
publiziert: Montag, 27. Sep 2010 / 18:36 Uhr
SVP Nationalrat Peter Föhn weiss es genau: Böse Menschen haben keine Lieder.
SVP Nationalrat Peter Föhn weiss es genau: Böse Menschen haben keine Lieder.

Bern - Der Nationalrat hat am Montagnachmittag die Beratungen zur Volksinitiative «Jugend und Musik» aufgenommen. Der Bundesrat empfiehlt den Räten, die Initiative abzulehnen. Im Nationalrat zeichnet sich jedoch ein Ja ab.

Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Initianten wollen Bund und Kantone zur Förderung der musikalischen Bildung verpflichten. In der Schule soll die Zahl der Pflichtstunden für das Fach Musik angehoben werden. Zudem sollen die Lernziele gesamtschweizerisch harmonisiert werden.

Die Initianten - Musikverbände und Musikschulen - orientieren sich dabei an der Sportförderung: So wie sich der Bund um die Förderung des Sports kümmert, soll er sich künftig auch um die Förderung der Musik kümmern. Im Nationalrat warben die Sprecher der SP, der CVP, der BDP und der Grünen für das Anliegen, dagegen stellten sich die SVP und die FDP.

«Wo man singt, da lass dich nieder»

Die Gegner warnten davor, dass der Bund mit der Musikförderung in die Kompetenzen der Kantone eingreifen würde. Viele betonten dabei, sie hätten nichts gegen Musik. «Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder», zitierte Peter Föhn (SVP/SZ) ein altes, naives Sprichwort. Das Anliegen der Initianten sei jedoch «ordnungspolitisch völlig deplatziert». Es widerspreche dem föderalistischen System.

«Auch ich höre gerne Musik», bekannte Ruedi Noser (FDP/ZH). Wenn im Rat nun aber «das Hohelied der Musik» gesungen werde, gehe einiges vergessen. Wichtig seien auch Kochen, Nähen oder neue Medien. Es werde nicht möglich sein, alles im Lehrplan unterzubringen. Weitere Begehrlichkeiten könnten folgen.

Die Meistersänger von Bern

Träfen die Fraktionen im Gesangswettbewerb aufeinander, hätte die SVP gute Chancen, sagte Christoph Mörgeli (SVP/ZH). «Aber nicht alles, was schön ist und uns erfreut, ist Staatssache.» Dem Staat obliege grundsätzlich die Besorgung des Unerfreulichen, weil es dafür keinen Markt gebe.

Die Befürworter erinnerten daran, dass der Nationalrat sich eben erst dafür entschied, die Kantone zu drei Turnstunden pro Woche zu verpflichten. Musik sei genauso wichtig wie Sport. Sie fördere die soziale Kompetenz, die Kreativität und die Intelligenz junger Menschen, lautete der Tenor.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Urheber der Volksinitiative «jugend + musik» sind mit dem Gegenentwurf des Parlaments zufrieden und ziehen ihre ... mehr lesen
Ziel der Initianten ist, die musikalische Bildung aus ihrem Schattendasein zu holen und sie in der Verfassung zu verankern.
SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer hat was gegen den Lehrplan 21.
Bern - Weniger Fremdsprachenunterricht, mehr Kopfrechnen: Dies sollte nach dem Willen der SVP im Lehrplan stehen. Vor gut ... mehr lesen 26
Bern - Die eidgenössische Volksinitiative «Jugend und Musik» ist formell zustande gekommen. Von den am 18. ... mehr lesen
Die musikalische Bildung insbesondere von Kindern und Jugendlichen soll gefördert werden.
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
This Jenny distanziert seine Konkurrenten im Schnee. (Archivbild)
This Jenny distanziert seine Konkurrenten im Schnee. (Archivbild)
Dominator  Bern - This Jenny hat seine Siegesserie im britisch-schweizerischen Parlamentarierskirennen fortgesetzt: Der Glarner alt SVP-Ständerat gewann auch heuer das traditionelle Skirennen in Davos. Am zweitschnellsten auf den Skiern unterwegs war Nationalrat Thomas Aeschi (SVP/ZG). 
This Jenny. (Archivbild)
Ständerat This Jenny tritt wegen Krebserkrankung zurück Bern - Der Glarner SVP-Ständerat This Jenny tritt per sofort zurück. Er leide an einem bösartigen Magen-Tumor, ... 1
Mühleberg-Abschaltung  Bern - Nimmt das Berner Stimmvolk am 18. Mai die Initiative «Mühleberg vom Netz» an, rechnet der Stromkonzern BKW mit ...  
Der Berner Stromkonzern hatte im Herbst 2013 angekündigt, das AKW Mühleberg im Jahre 2019 vom Netz zu nehmen. Dieser Entscheid sei definitiv.
Stilllegung von Mühleberg und Beznau gefordert Bern - Die atomkritische Schweizerische Energie-Stiftung (SES) und Greenpeace sehen in den AKW Mühleberg ...
Mehrere Stilllegungen von AKW's werden gefordert, darunter das abgebildete Mühleberg.
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3342
    Nicht so sicher Ich bin mir nicht so sicher, ob Frau Stämpfli Sie gerne als Fan hätte : ... gestern 12:35
  • keinschaf aus Henau 2219
    künftiger Fan Schreiben Sie auf keinen Fall weitere Artikel in genau dieser Form und ... gestern 09:44
  • keinschaf aus Henau 2219
    Eigentlich... ..ist der ganze Hype um diesen Beitrag völlig deplatziert. Es ... Fr, 18.04.14 16:13
  • keinschaf aus Henau 2219
    Solange... ...das SRF von Zwangsgebühren leben kann, wird sich in diesem Laden nie ... Fr, 18.04.14 15:09
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2091
    Titelbild Was die Asylgesuchsteller in der CH betrifft, kommt dieses Bild der ... Fr, 18.04.14 10:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2091
    Konkret! "Am meisten Gesuche stellten Personen aus Syrien (1188). Auf Rang zwei ... Fr, 18.04.14 10:26
  • jorian aus Gretzenbach 1445
    Registrierter Spinner Ja ich weiss, dass ich registriert bin. Die wissen schon wer ich bin. ... Do, 17.04.14 08:45
  • keinschaf aus Henau 2219
    Appeasement Appeasement, Appeasement.... Zitat BP: "Aber die Schwyzerinnen und ... Do, 17.04.14 07:03
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 4°C 11°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 0°C 12°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 3°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 2°C 16°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 3°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 3°C 16°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 6°C 16°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten