Pfeiler einer breiten Sicherheitspolitik
Nationalrat hält an Wehrpflicht fest
publiziert: Dienstag, 31. Mai 2011 / 14:09 Uhr
Die Armee bringe der Schweiz viel Nutzen.
Die Armee bringe der Schweiz viel Nutzen.

Bern - Der Schweizer ist und bleibt wehrpflichtig. Der Nationalrat hat am Dienstag mit 117 zu 53 Stimmen eine parlamentarische Initiative abgelehnt, die eine Sistierung der allgemeinen Wehrpflicht verlangt hatte.

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Sistiert bleiben sollte sie, bis Modell und Inhalt der künftigen Armee klar sind. Zahlreiche europäische Länder hätten ihre Sicherheitspolitik umgestaltet, die Wehrpflicht sei zugunsten von Freiwilligenarmeen aufgehoben worden, sagte Evi Allemann (SP/BE) zu ihrem Vorstoss.

Für die Schweiz bestehe keine plausible Bedrohung, die Armee der Zukunft werde markant kleiner sein müssen. Derzeit verzettle sich die Diskussion aber bei den Beständen. Zudem verletze die allgemeine Wehrpflicht die Wehrgerechtigkeit.

Der grösste Teil der Fussball-Nationalmannschaft und der Tennis-Star Roger Federer etwa seien nicht Soldaten - aus gesundheitlichen Gründen. 40 Prozent der Stellungspflichtigen gingen nicht ins Militär.

Kosten zu tief angesetzt

Die Kosten der Armee von 4,5 Milliarden Franken im Jahr seien angesichts der 6,5 Millionen Diensttage viel zu tief angesetzt - der volkswirtschaftliche Ausfall nicht eingerechnet. Eine freiwillige Miliz wäre viel günstiger.

Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) mochte seitens der Kommissionsmehrheit davon nichts hören. In Zeiten des Wohlergehens ertöne immer der Ruf nach einer kleineren oder anderen Armee. Das Militär sei Pfeiler einer breiten Sicherheitspolitik und nicht nur für den Kriegsfall vorgesehen. Es möge sein, dass die Wehrpflicht der Wirtschaft rein rechnerisch nicht zum Vorteil gereiche.

Sicher bringe die Armee aber der Schweiz dank Sicherheit und Stabilität unbezifferbaren Nutzen. Eine Freiwilligen- oder Berufsarmee sei nicht der Wunsch der Bevölkerung. Nicht zuletzt bezahle jeder, der keinen Militärdienst leiste, angemessenen finanziellen Ersatz.

(bg/sda)

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Schade
Aber das war zu erwarten, die bürgerlichen wissen einfach nicht was sie wollen und die SVP will am liebsten eine gewaltige Armee die dann gegen Asylanten und.................... ja gegen wenn eingesetzt wird.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit, bei 80000 Mann, wie viel Rekruten braucht man da noch?
Ich war zwei mal in einem Rekrutierungszentrum im WK. Ich gehörte zum Rekrutierungspersonal. Da müssen sie nur im Richtigen Moment das richtige sagen und schon können sie nach Hause gehen. Im Gegenteil, die sind sogar froh wenn sie möglichst viele nach Hause schicken können. Und ich stehe da, im Tarnanzug und denke mir, was der ist untauglich??? Und wieso zum Teufel stehe ich hier und verbrate sinnlos meine Zeit? Was habe ich falsch gemacht? Ich kann nicht schiessen, rennen ist auch nicht meine Stärke und ein guter Soldat war ich auch noch nie..... Aber der geht nach Hause? Sportler und topfit.......

Die Deutschen haben es uns, ein mal mehr, vorgemacht wie es geht. Bei der Energie und bei der Armee sowieso. Das ist doch zum k..... das verletzt mein Patriotisches Herz.
.
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