Walliser SP-Mann ist jüngster Nationalrat
Nationalrat wurde bei Wahlen etwas verjüngt
publiziert: Montag, 24. Okt 2011 / 19:25 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Okt 2011 / 14:32 Uhr

Bern - Der neu gewählte Nationalrat ist jünger als bisher: Das Durchschnittsalter der Gewählten sank gemäss aktuellen Zahlen der Nachrichtenagentur sda um knapp ein Jahr. Die U-40-Generation ist bei den Grünliberalen anteilsmässig am stärksten vertreten.

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Im Vergleich zu 2007 wählte das Stimmvolk dieses Jahr ältere Frauen und jüngere Männer in den Nationalrat. Damit haben sich die Altersdurchschnitte der beiden Geschlechter bis auf eineinhalb Jahre angenähert. Im Mittel sind die Nationalrätinnen und Nationalräte 50,3 Jahre alt, vor vier Jahren zählten sie knapp über 51 Lenze.

Von 24 bis 80

Auch im Ständerat liegt derzeit das Durchschnittsalter um etwa ein Jahr tiefer als vor vier Jahren. Allerdings sind erst 27 der 46 Sitze besetzt. Mit Raphaël Comte (NE), Pascale Bruderer (AG) und Alain Berset (FR) gibt es dabei bereits drei Mitglieder unter 40 Jahren. Vor vier Jahren waren es nur deren zwei.

Im Ständerat sind mit dem Obwaldner Hans Hess (66) und dem Neuenburger Raphaël Comte (32) sowohl der Älteste wie auch der Jüngste Mitglied der FDP. Der Waadtländer Jacques Neirynck (CVP) bleibt mit seinen 80 Jahren der älteste Nationalrat. Jüngster ist der Walliser SP-Mann Mathias Reynard mit 24 Jahren.

Der Altersdurchschnitt der Deutschschweizer Nationalräte liegt bei rund 50,7 Jahren. Damit sind sie im Mittel rund eineinhalb Jahre älter als ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie.

Neun Junge bei SP und SVP

Anteilsmässig am meisten Junge im Nationalrat stellen GLP und Grüne: Ein Drittel (GLP) respektive ein Viertel (Grüne) sind 40 Jahre alt oder jünger. Darauf folgen die FDP mit 20, die SP mit 19 und die SVP mit 16,6 Prozent. Wenig vertreten ist die U-40-Generation in der BDP mit 11 Prozent.

Mit einem Durchschnittsalter ihrer elf Nationalräte von 45,5 Jahren stellen die Grünliberalen (GLP) die jüngste Fraktion der grossen Parteien. «Senioren»-Partei ist die BDP, deren neun Gewählte im Durchschnitt fast 53 Jahre alt sind.

Die BDP hat mit ihrem Altersdurchschnitt von 52,67 Jahren der SVP den Rang abgelaufen: 2007 zählten ihre gewählten Kandidaten im Mittel 52,53 Lenze, heute knapp weniger.

Die SP stellt mit einem mittleren Alter von 48,8 Jahren nach den grünliberalen «Youngsters» die zweitjüngsten NR-Mitglieder. Es folgen die Grünen und die FDP mit rund 49,5 und die CVP mit 51,3 Jahren. Bei der CVP ist allerdings wegen des Tessins noch ein Fragezeichen zu setzen.

(fest/sda)

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