Naturschutzkonferenz warnt vor Artenschwund
publiziert: Samstag, 15. Sep 2012 / 20:59 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Sep 2012 / 21:23 Uhr
IUCN-Generaldirektorin Julia Marton-Lefèvre zeigte sich trotzdem hoffenungsvoll.
IUCN-Generaldirektorin Julia Marton-Lefèvre zeigte sich trotzdem hoffenungsvoll.

Seoul/Cheju - Zum Abschluss der Weltnaturschutzkonferenz in Südkorea haben die Veranstalter vor dem rapiden Artenschwund gewarnt. «Der Verlust der Biovielfalt - Arten, Ökosysteme und Gene - hat düstere Konsequenzen für die Menschheit, die nicht hingenommen werden können», hiess es.

Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
6 Meldungen im Zusammenhang
Der Naturschutz auf dem Land und in den Meeren müsse deutlich verstärkt werden. Vor allem verlange der Schwund grosse und gezielte Anstrengungen, hiess es am Samstag in einer nach dem Veranstaltungsort benannten Erklärung von Cheju.

Konkrete Forderungen: Eine gute Verwaltung der Schutzgebiete sowie Programme zur Erholung bedrohter Arten und zur Wiederherstellung zerstörter Lebensräume. Zudem müsse der Raubbau in der Natur reduziert werden.

Die Erklärung wurde unter anderem im Namen des Vorsitzenden der Weltnaturschutzunion (IUCN) und des südkoreanischen Umweltministeriums veröffentlicht. Die Genf ansässige IUCN ist das weltweit grösste Netzwerk staatlicher und nicht-staatlicher Umweltorganisationen.

Naturschutz in Blickpunkt gerückt

An der zehntägigen Konferenz auf der südlichen Ferieninsel Cheju nahmen nach Veranstalterangaben rund 10'000 Experten und Regierungsvertreter aus mehr als 150 Ländern teil.

Der Kongress habe trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in vielen Teilen der Welt das Thema Naturschutz wieder mehr in den Blickpunkt gerückt, hiess es einer separaten Erklärung der IUCN. Es sei gezeigt worden, «wie naturorientierte Lösungen - durch das Kongressmotto »Natur+« zum Ausdruck gebracht - uns helfen, viele unserer drängendsten Probleme anzugehen», sagte IUCN-Generaldirektorin Julia Marton-Lefèvre.

Liste mit bedrohten Arten

Teilnehmer hatten in Cheju immer wieder betont, wie viel die Natur selber zur Lösung der weltweiten Probleme beitragen könne. Unter anderem gab es Präsentationen über Aufforstungsprojekte und die Wiederherstellung von Waldlandschaften und Küstengebieten.

Auf der anderen Seite hatte die Konferenz aber auch die gegenwärtige Krise immer wieder anschaulich gemacht. Unter anderem publizierte die IUCN zusammen mit Partnerorganisationen eine Liste mit den 100 am stärksten bedrohten Arten der Welt.

Demnach könnten Tiere wie das Tarzan-Chamäleon, der Kalifornische Schweinswal oder das Zwergfaultier schon bald aussterben. Nach dem Modell der von der IUCN regelmässig aktualisierten Roten Liste der bedrohten Arten soll künftig auch eine Rote Liste der Ökosysteme aufgebaut werden.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Hyderabad - Mehr als 400 Tier- und Pflanzenarten sind neu in die Rote Liste bedrohter Spezies aufgenommen ... mehr lesen
Der Ägyptische Dornschwanz ist vom Aussterben bedroht.
Das Sumatra-Nashorn gehört zu den bedrohten Tierarten.
London - Die hundert am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten der Erde haben Forscher jetzt erstmals auf einer ... mehr lesen
Rio de Janeiro - Trotz aller Schutzbemühungen nimmt die Zahl der bedrohten Arten zu. Von den knapp 64'000 untersuchten Tier- und ... mehr lesen
25 Prozent der Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. (Symbolbild)
Jakarta - Der Sumatra-Elefant könnte laut Umweltschützern innerhalb von drei Jahrzehnten ausgestorben sein, wenn die ... mehr lesen
Ein Sumatra-Elefant im Zoo von Jakarta.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
Schafzüchter in Frankreich beklagen eine Zunahme von Angriffen von Wölfen auf ihre Herden.
Schafzüchter in Frankreich beklagen eine Zunahme von ...
Frankreich  Paris - Touristen und Spaziergängern hat sich in der französischen Hauptstadt ein ungewöhnlicher Anblick geboten: Hunderte Schafe grasten gemütlich vor dem Pariser Eiffelturm. 
Zeuge von Tierquälerei: Was jeder Einzelne tun kann Nachdem in den letzten Wochen wieder einige schockierende Fälle von Tierquälerei an die ...
Man sollte nicht wegschauen, sondern helfen.
Das Auktionshaus hatte öffentlich nach einem Namen für das Skelett gesucht und sich für den Vorschlag Monty entschieden.
Auktion  London - Ein bis zu 50'000 Jahre altes Mammut-Skelett hat ein Brite für umgerechnet 286'000 Franken ...  
Ein Fall für das Fürsorgeamt: Tell und Sohn.
Typisch Schweiz Wilhelm Tell - Public Enemy No 1 Das vielleicht seltsamste an der Schweiz ist der ...
Sparen um der Büchse willen.
Shopping BlueQ Retro-Spardose Die Spar-Zinsen auf der Bank sind heute so tief, dass es sich nicht mehr lohnt das Geld auf die Bank zu bringen. Umso mehr lohnt sich das Geld zuhause in einer stylischen Blechdose ...
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Verstehen viel vom Theater - wenig vom demokratischen Handeln: Papst Franziskus, Jean-Claude Juncker
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Protest in New York gegen die Grand Jury Entscheidung: Protest gegen institutionalisierte Unterdrückung.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Es hat sich viel geändert in Myanmar: Zeitungen der freien Presse - vor drei Jahren noch undenkbar.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Ehemaliger Einsiedler Abt Martin Werlen: Von den Luzerner Ethiklehrern als Verstärkung geholt. (Archivbild)
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
Seite3.ch
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 7°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Luzern 8°C 9°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Genf 10°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 9°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten