Negatives Erlebnis, positives Omen
publiziert: Mittwoch, 17. Jan 2007 / 00:01 Uhr

In unmittelbarem Blickwinkel seiner grossen Fangemeinde endete Simon Schochs erste WM-Fahrt in Arosa. Als unumstrittener Favorit war der Weltcup-Leader in die Qualifikation des Parallel-Riesenslaloms gestartet, als grosser Geschlagener musste er abziehen.

Simon und Philipp Schoch beim Training.
Simon und Philipp Schoch beim Training.
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Eigentlich war alles angerichtet zur Privat-Show des mit Abstand konstantesten Alpinfahrers dieses Winters. Seine Fans und Kollegen hatten oberhalb des Zielgeländes ein überdimensionales Snowboard im Hang befestigt und eine riesige Bartheke eingerichtet, reichten Raclette und trugen mit den zahlreichen Treicheln des «Klubs der Ungeküssten» aus Fischenthal einiges zur prächtigen Stimmung am gut bevölkerten Carmenna-Hang bei. Bis kurz vor Mittag deutete wenig auf den Schweizer Dämpfer des Tages hin.

Nach einer brillanten Fahrt im ersten Qualifikationslauf mit klarer Bestzeit schien die Teilnahme von Simon Schoch in den K.o.-Runden nur noch Formsache zu sein. Doch am drittletzten Tor, genau dort, wo sich die Supporter aus dem Zürcher Oberland hinter dem Fangnetz postiert hatten, nahm Schochs Angriff ohne eigene Schuld ein jähes Ende.

Ein Materialfehler, der meistens nur bei extrem tiefen Temperaturen derart fatale Auswirkungen hat, stand am Ursprung der «Schochschen» Niederlage. «Bei einem Bügelbruch kann man nur hoffen, dass man wenigstens keine körperlichen Schäden davonträgt», sagte der Pechvogel, der seit Beginn der Saison 2004/05 nur gerade in fünf von 30 Weltcup-Rennen die Qualifikation nicht überstanden hat.

WM-Silbermedaille von Bruder Philipp

Immerhin endete Simon Schochs Nachmittag doch noch in familiärer Minne. Grund, vor dem heutigen Parallelslalom zumindest kurz anzustossen, gab es nach der WM-Silbermedaille von Bruder Philipp allemal.

Und ein vergleichbares Ereignis in der Vergangenheit dürfte dem Tösstaler Zuversicht verleihen. Daniela Meuli scheiterte an der «Regen»-WM vor zwei Jahren im PGS als Favoritin ebenfalls sehr früh. Einen Tag später reagierte sie mit dem Gewinn des Slalomtitels.

Das gleiche Szenario scheint auch für die WM 2007 möglich. «Es würde mich nicht wundern, wenn Simon nun am Mittwoch Weltmeister wird», orakelte Trainer Rufer.

(von Stefan Baumgartner/Si)

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