Bienengesundheitsdienst bestätigt
Neonicotinoide meist Ursache der Bienenvergiftungen
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 14:32 Uhr
Der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln kann Bienen vergiften. (Symbolbild)
Der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln kann Bienen vergiften. (Symbolbild)

Appenzell - Der Bienengesundheitsdienst hat vergangenes Jahr 17 Verdachtsfälle für akute Vergiftung bei Schweizer Bienen verzeichnet. Bei zehn davon wurde der Tod durch Pestizide nachgewiesen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln kann Bienen vergiften. Bei einer akuten Vergiftung stirbt ein Grossteil des Bienenstaats, was Imker leicht feststellen können. Leichte Vergiftungen bleiben indes oft unbemerkt, die tatsächliche Häufigkeit von Bienenvergiftungen liege also weit höher als die 17 gemeldeten Fälle, teilte der Bienengesundheitsdienst am Donnerstag mit.

Bei zehn der Verdachtsfälle konnte die Ursache einem Pestizid zugeordnet werden, bei neun davon den Pflanzenschutzmitteln der Kategorie Neonicotinoide. In sechs Fällen wurde die Gebrauchsanweisung nicht richtig befolgt, es lag also eine Falschanwendung der Pestizide zugrunde, so die Mitteilung.

Geringe Mengen bereits tödlich

«Neonicotinoide töten Bienen bereits bei minimalen Mengen. Kommt eine Biene mit ihnen in Kontakt, ist sie meist verloren», sagte Bernhard Guhl, Präsident des Branchenverbands apisuisse, gemäss der Mitteilung. Daher begrüssten die Schweizer Imkerinnen und Imker die Aufrechterhaltung des Moratoriums für verschiedene neonicotinoidhaltige Pflanzenschutzmittel.

Die Gefahr für die Bienen sei dann am grössten, wenn in der Landwirtschaft besonders viele Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kämen, sagte Benjamin Dainat vom Bienengesundheitsdienst. Diese Zeit starte in der Regel Ende April. Wegen des milden Winters rechne man jedoch bereits Ende März wieder mit den ersten Vergiftungsfällen.

Neonicotinoide wirken auf bestimmte Rezeptoren der Nervenzellen und stören so die Weiterleitung von Nervenreizen. Bei Insekten wirken diese synthetischen Stoffe viel stärker als auf die Nervenzellen von Wirbeltieren.

(arc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zug - Nachdem die EU-Lebensmittelbehörde vor dem Insektizid Dimethoat gewarnt hat, reagieren die Schweizer Kirschenproduzenten: ... mehr lesen
Dimethoat wird seit 40 Jahren eingesetzt.
Thiamethoxam und Clothianidin beeinträchtigen die Fortpflanzung der Bienen.
Bern - Die Schweizer Imker fordern, dass der Einsatz von drei Pflanzenschutzmitteln, die im Verdacht stehen das Bienensterben mitzuverursachen, weiterhin eingeschränkt bleibt. ... mehr lesen
Seit einigen Jahren kommt es auf der Nordhalbkugel zu massiven Verlusten von Bienenvölkern. Eine mögliche Ursache ... mehr lesen
Eine markierte Bienenkönigin, die im Rahmen der Studie untersucht wurde. Sie befindet sich gemeinsam mit Arbeiterinnen auf einer Wachswabe, welche sowohl verdeckelte Zellen mit sich darin entwickelnden Arbeiterinnen enthält, als auch offene Zellen mit Eiern, die sich ebenfalls zu Arbeiterinnen entwickeln.
Mehr Menschlichkeit für Tiere.
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
.
Publinews Kommen Sie vorbei und geniessen Sie im Plättli Zoo in Frauenfeld einige unvergessliche Stunden und hautnahe, tierische Erlebnisse. mehr lesen  
Publinews Ein fesselndes Erlebnis für gross und klein im Herzen des Kantons Graubünden. Besuchen Sie das Bündner Naturmuseum in Chur und entdecken Sie die natürliche Vielfalt des grössten Kantons der Schweiz. mehr lesen  
Publinews Wegen des grossen Erfolges und der Brisanz des zu Grunde liegenden Themas wurde die ... mehr lesen  
.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tier ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 12°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 12°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Luzern 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Lugano 16°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten