Nepalesen plündern Moschee in Kathmandu
publiziert: Mittwoch, 1. Sep 2004 / 09:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Sep 2004 / 09:37 Uhr

Kathmandu - Nach der Hinrichtung von zwölf Nepalesen durch islamische Extremisten in Irak hat eine Menschenmenge die grösste Moschee in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu geplündert.

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Nach Angaben von Augenzeugen steckte der Mob die Jama-Masjid-Moschee in Brand und schleppte Einrichtungsgegenstände aus dem Gotteshaus. Anti-Aufruhr-Einheiten der Polizei versuchten, die wütenden Demonstranten mit Schlagstöcken auseinanderzutreiben. Die Moschee liegt nur 300 Meter vom Königspalast entfernt.

Die zwölf Nepalesen waren in der Nacht zum 20. August in Irak verschleppt worden. Am Dienstag veröffentlichten die Entführer von der Islamistengruppe Ansar el Sunna Bilder von ihrer Hinrichtung.

Die offenbar El Kaida nahestehenden Extremisten warfen den Nepalesen vor, in Verbindung mit einer nepalesischen Firma in Irak gestanden und als Ungläubige die US-Kreuzfahrertruppen unterstützt zu haben.

Die nepalesische Regierung hatte nach der Geiselnahme erklärt, offiziell sei es ihren Landsleuten nicht erlaubt, nach Irak zu reisen. Dessen ungeachtet seien aber offenbar nepalesische Bürger über Indien und Kuwait nach Irak eingereist. Nepal gehört nicht zu der von den USA angeführten Kriegskoalition.

Der irakische Politiker Junadem Kena hat die Tötung als barbarischen Akt verurteilt. Das ist ein Schlag für die Hoffnungen der Iraker, sagte Kena in Bagdad.

Diese Tat schädige auch den Ruf der irakischen Nation. Der Politiker war Mitglied des Regierungsrates und gehört dem neuen Übergangsparlament an.

(fest/sda)

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