Nervende Freunde im Internet
publiziert: Sonntag, 3. Apr 2011 / 17:30 Uhr
Zu oft «Gefällt mir!»: Nervende Freunde im Internet.
Zu oft «Gefällt mir!»: Nervende Freunde im Internet.

Palo Alto - Die Pflege von Kontakten läuft im Social Web nicht immer reibungslos - im Gegenteil. Ausgerechnet bei der Top-Adresse für Online-Freundschaften Facebook klagen die meisten User über ihren eigenen Bekanntenkreis.

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Insbesondere Frauen sind in ihren persönlichen Internet-Communitys häufig von einzelnen Mitgliedern genervt, wie Eversave aufzeigt. Der Online-Gutscheinanbieter hat laut US-Medien den Einfluss von Beziehungen in sozialen Netzwerken auf Deals und Web-Shopping untersucht und dabei eine deutliche Unzufriedenheit der meisten User mit den eigenen Freunden festgestellt.

Unglückliche unerwünscht

Die häufigste Beschwerde der Facebook-Nutzer über ihre Freunde gilt ironischerweise deren dauernden Beschwerden. Wer auf der Plattform ständig über Probleme klagt, macht sich beim Freundeskreis unbeliebt. Ein vorgeblich perfektes Leben ist bei Facebook jedoch ebenso ungern gesehen. Stolze Mütter beispielsweise belasten mit permanenten Status-Updates über ihre Vorzeigekinder die eigenen Freundschaften. Ausserdem missfällt den Anwendern die Gewohnheit mancher Facebook-User, ihren Online-Bekanntschaften ungefragt die persönliche politische Meinung aufzudrängen.

Nicht jede Einzelheit muss im Social Web zum Thema gemacht werden, so die Meinung der meisten User. Eversave zufolge klagen rund 85 Prozent der Facebook-Nutzerinnen über nervende Freunde in der Community. Eine zu hohe Aktivität und Übermut bei der Verwendung des «Like»-Buttons tragen dazu bei. Der Begeisterung für die Plattform tut dies jedoch keinen Abbruch. Zu gross ist die Wertschätzung der interaktiven Vorzüge, die Facebook bei der virtuellen Kontaktpflege bietet. Vor einer «Entfreundung» schrecken die User ausserdem meistens zurück. Vielmehr sehen sie über kleine Fauxpas ihrer Freunde hinweg.

(dyn/pte)

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