Netanjahu gegen gemeinsame Heiligtümer
Netanjahu gegen Heiligtum-Sharing: Absage an UNESCO
publiziert: Samstag, 30. Okt 2010 / 09:42 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Okt 2010 / 12:11 Uhr

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Pläne der UNESCO als «absurd» zurückgewiesen, nach denen Heiligtümer im Westjordanland sowohl Juden als auch Muslimen zugesprochen werden sollen.

Streitobjekt Ibrahimi-Moschee/Höhle der Stammväter in Hebron.
Streitobjekt Ibrahimi-Moschee/Höhle der Stammväter in Hebron.
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Eine der heiligen Stätten in Hebron ist seit Jahrzehnten Gegenstand von Auseinandersetzungen. Die Juden nennen sie «Höhle der Stammväter», die Moslems «Al Ibrahimi-Moschee». Laut Bibel sollen dort Abraham, Isaak und Jakob mit drei ihrer Frauen beerdigt sein. Abraham gilt als Stammvater des Judentums und des Islams.

Netanjahu verurteilte die Entscheidung der UNESCO aus der vergangenen Woche in einer Stellungnahme. «Der Versuch, die Israelis von ihrem Erbe zu trennen, ist absurd», hiess es in der Mitteilung. «Was ist das jüdische Erbe, wenn nicht die Gräber der Väter und Mütter unserer Nation?»

Israel hat in diesem Jahr das Heiligtum in Hebron zum nationalen Kulturerbe erklärt. Hebron ist besonders umstritten, weil dort 500 jüdische Siedler, beschützt von der israelischen Armee, unter 170'000 Palästinenser leben.

(et/sda)

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