Bericht der Human Rights Watch
Neue Beweise für Mord an Gaddafi
publiziert: Mittwoch, 17. Okt 2012 / 12:49 Uhr
Diktator Muammar Gaddafi wurde im Oktober 2011 getötet.
Diktator Muammar Gaddafi wurde im Oktober 2011 getötet.

Istanbul - Rachedurstige Libysche Milizionäre haben im Oktober 2011 nicht nur den Diktator Muammar Gaddafi misshandelt und getötet, sondern auch dessen Sohn Mutassim und mindestens 66 seiner Begleiter. Das zeigt ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die neuen libyschen Machthaber hätten bislang keine Anstalten gemacht, den Tod der Männer aufzuklären und die Milizionäre zu bestrafen, schreibt Human Rights Watch in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht «Tod eines Diktators: Blutige Rache in Sirte».

Die Kämpfer aus der Stadt Misrata hätten ihre Gegner nicht wie offiziell behauptet auf dem Schlachtfeld getötet, sondern in Sirte gefangen genommen, misshandelt und anschliessend erschossen. Die Menschenrechtsorganisation stützt sich unter anderem auf Videos, die Milizionäre mit ihren Mobiltelefonen gemacht hatten.

Kriegsverbrechen

Human Rights Watch fand Aufnahmen, auf denen Gaddafi nach seiner Gefangennahme zunächst lebend mit einer blutenden Wunde am Kopf zu sehen ist. Zudem schien er durch ein Bajonett am Gesäss verletzt worden zu sein. Als er später halb nackt in einen Krankenwagen gebracht wurde, erschien er dagegen leblos.

Zu seinem Sohn Mutassim fand Human Rights Watch Aufnahmen, auf denen er nach seiner Festnahme rauchend in einem Streit mit Rebellen in Misrata zu sehen ist. Wenige Stunden später sei jedoch seine Leiche mit einer neuen Wunde am Hals gefunden worden.

Die Beweise seien kurz nach den Morden an die Behörden übergeben worden mit der Forderung, eine vollständige und unabhängige Untersuchung einzuleiten. Es handle sich um Kriegsverbrechen, betonte die Menschenrechtsorganisation.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Der Internationale Strafgerichtshof geht im Zusammenhang mit dem Tod des langjährigen libyschen ... mehr lesen
Muammar al-Gaddafi wurde durch einen Kopfschuss getötet.
London - Entgegen früheren Ankündigungen ist der Leichnam des getöteten ... mehr lesen 1
Tripolis/Brüssel - Muammar al-Gaddafi ist tot. Kämpfer der Nationalen Übergangsregierung erschossen den langjährigen libyschen Diktator am Donnerstag nach der Eroberung seiner Heimatstadt Sirte. ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in ...
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. 
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und das Einfrieren von Bankguthaben in Europa, wie aus EU-Kreisen in Brüssel verlautete.  
Waffenembargo gegen Libyen soll aufgehoben werden Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen ...
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 730
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/home_col_3_1_4all.aspx?adrubIDs=950