Kritischer Untersuchungsbericht
Neue Ermittlungen zum «Bloody Sunday»
publiziert: Freitag, 6. Jul 2012 / 07:41 Uhr
13 Menschen starben am 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry, ein weiterer erlag Monate später seinen Verletzungen.
13 Menschen starben am 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry, ein weiterer erlag Monate später seinen Verletzungen.

London - 40 Jahre nach dem «Bloody Sunday» hat die nordirische Polizei Ermittlungen zu einem der schlimmsten Kapitel des Nordirland-Konflikts angekündigt. Die Ermittlungen zu dem Blutbad an katholischen Demonstranten könnten bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Bis zu 40 Beamte sollten für die Ermittlungen abgestellt werden. Die Ankündigung erfolgt zwei Jahre nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichtes zum «Blutsonntag».

Britische Fallschirmjäger hatten am 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry auf Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Internierungspolitik der britischen Regierung geschossen. 13 Menschen starben, ein weiterer erlag Monate später seinen Verletzungen.

Ein im Juni 2010 veröffentlichter Untersuchungsbericht kam zu dem Ergebnis, dass die Soldaten das Feuer auf die Menge eröffnet und nicht, wie ursprünglich behauptet, erwidert hatten. Demnach waren die getöteten und verletzten Demonstranten nicht bewaffnet gewesen. Premierminister David Cameron hatte sich bei der Vorstellung des Berichts für den Vorfall entschuldigt.

Die Untersuchung hatte zwölf Jahre in Anspruch genommen und 238 Millionen Euro gekostet - es war die längste und teuerste Untersuchung in der britischen Geschichte. Insgesamt hatte die Kommission 900 Zeugen befragt und Aussagen von 2500 Menschen gesammelt.

Der Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland endete 1998 mit einem Friedensabkommen. 3500 Menschen wurden während des Konflikts getötet.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ... mehr lesen  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus ... mehr lesen  
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das Einkommen der Familie unter dem Strich ist. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der britischen Marriage Foundation. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 10°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 14°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Genf 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten