Trotz unruhiger See
Neue Flüchtlingsboote erreichen Lampedusa
publiziert: Montag, 7. Mrz 2011 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 11:45 Uhr
Bootsflüchtlinge vor Lampedusa.
Bootsflüchtlinge vor Lampedusa.

Rom - Angesichts der Lage in Nordafrika haben erneut über 1000 Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa gewagt. Bis Montag strandeten 13 Boote mit zumeist tunesischen Flüchtlingen auf der Insel.

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Die Behörden rechneten mit weiteren Überfahrten, auch aus dem von Gewalt erschütterten Libyen. Trotz rauer See hatten sich bereits am Wochenende rund hundert Flüchtlinge nach Lampedusa gerettet.

Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen trafen weitere zwölf Boote ein. Da noch bis Dienstag besseres Wetter herrschen sollte, rechnete die Küstenwache mit weiteren Ankömmlingen.

Luftbrücke wieder aufgenommen

Angesichts eines überfüllten Auffanglagers nahm Italien am Montag seine Luftbrücke wieder auf, um Flüchtlinge auch in andere Auffanglager zu bringen. Am Vormittag flog eine erste Maschine rund 100 Flüchtlinge nach Kalabrien; rund 60 weitere gingen an Bord einer Fähre Richtung Sizilien.

Ende Februar war der Flüchtlingsstrom von Tunesien wegen schlechten Wetters vorübergehend abgerissen. Zuvor hatten rund 6000 Bootsflüchtlinge Lampedusa erreicht. Viele sahen auch nach dem Sturz von Tunesiens Präsident Zine al-Abidine Ben Ali keine Zukunft in ihrer Heimat.

Rom bat wegen der vielen Menschen die EU um Hilfe. Inzwischen wird Italien von der EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstützt. Am Einsatz sind auch zwei Schweizer Grenzwächter beteiligt. Es ist der erste Einsatz von Schweizern im Rahmen einer Frontex-Operation.

Italien kontaktiert Opposition

Italien nahm inzwischen Kontakt zur Opposition in der libyschen Stadt Benghasi. «Wir Italiener haben bessere Kontakte als andere. Wir kennen den ehemaligen libyschen Justizminister Mustafa Abdel Jalil, der jetzt an der Spitze der Übergangsregierung in Benghasi steht», sagte Aussenminister Franco Frattini in einem TV-Interview am Montag.

 

Der «Nationale libysche Rat» bezeichnet sich selbst als Wortführer des Aufstandes gegen den Machthaber Muammar al-Gaddafi, jedoch ausdrücklich nicht als Übergangsregierung. Zudem startete Italien seine humanitäre Mission zugunsten der Flüchtlinge in Libyen und Tunesien. Ein Schiff der Marine mit Lebensmitteln und Arzneien erreichte am Montag Benghasi.

(fkl/sda)

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Menschlich
Den Wirtschaftsflüchtlingen mach ich gar keinen Vorwurf.
Sie kommen, weil es sich rumgesprochen hat, dass man in Europa auf dem Schwarzarbeitermarkt der Tagelöhner Geld verdienen kann.

Wer es schafft, unterzutauchen, kann sich einen schlecht bezahlten Job in der Landwirtschaft ergattern. Er schläft dann zwar in einer strom- und wasserlosen Hütte, kann aber seiner Familie Geld schicken. Das spricht sich wiederum herum. So entsteht ein Kreislauf, der sich immer wieder von sich selbst ernährt.

Nun stellen wir uns vor, die SP dürfte, wie sie wollte.

Mehrjährige Ausbildung, Kost und Logis und ein Sackgeld für jeden der potentiellen Schwarzarbeiter, der es bis zu uns schafft. Die nächste Traumdestination der jungen Araber wäre, menschlich nachvollziehbar, die Schweiz.

Die nächste Stufe der Blödheit, zu der die SP fähig ist, ist es, den langjährigen Gästen Asyl anzubieten und sie irgendwann zu Schweizern zu machen. Anschliessend folgt die Forderung, die Gleichwertigkeit der Abschlüsse zu fordern, damit wir vermehrt Ingenieure, die auf arabisch/französisch ihr Studium absolviert haben, auf das Arbeitsamt schicken können, um die Zahl der arbeitslosen Ingenieure zu erhöhen.

Was wir brauchen, ist ein Konzept, dass geordnet erlaubt, die Gäste ohne Belohnung, schnell wieder in ihre Heimatländer zu verfrachten und vor Ort Strukturen zu unterstützen, die dafür sorgen, dass der Auswanderungsdruck nachlässt.
Betrug
Keine einzige Frau und kein einziges Kind dabei bei diesen "Flüchtlingen". Man muss dankbar sein für diese die Realität zeigenden Fotos die die Runde machen seit Tagen. Entlarven sie die verlogene europäische Flüchtlingspolitik schonungslos. Jetzt fehlen nur noch die Fotos die die zurückgebliebenen Frauen und Kinder auf der Baustelle zeigen wie sie das Land wieder aufbauen, während dessen die jungen Männer in Europa in der sozialen Hängematte liegen. Das ist Flüchtlingspolitik "Live" in Europa seit 30 Jahren. Widerlich.
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