Neue Freilassung der 14 vermissten Geiseln für heute geplant
publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 09:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Aug 2003 / 10:46 Uhr

Bamako/Berlin - Die 14 europäischen Touristen, die in Algerien entführt wurden, sollen heute den Behörden in Mali übergeben werden. Das berichtete der deutsche Fernsehsender ZDF. Am Sonntag war ein erster Übergabeversuch offenbar gescheitert.

Heute soll es endlich mit der Freilassung klappen.
Heute soll es endlich mit der Freilassung klappen.
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Die Geiseln - darunter vier Schweizer - befänden sich in der Hand von Mittelsmännern in der Region um die Stadt Tessalit im Norden Malis nahe der Grenze zu Algerien. Die bislang getrennt festgehaltenen Geiseln sollen dort bereits zusammengebracht sein.

Die Touristen seien in Sicherheit, meldete die Nachrichtenagentur afp aus dem Umfeld der Vermittler. Die Entführten würden sehr, sehr bald zu ihren Familien zurückkehren. Das deutsche und Schweizer Aussenministerium kommentierten diese Informationen nicht.

Nach der Übergabe sollen die Geiseln zunächst mit einer malischen Militärmaschine zu einem Flugplatz im Norden des Landes gebracht werden. Von dort sollen die Touristen mit einer Maschine der deutschen Bundeswehr zur malischen Hauptstadt Bamako im Süden des westafrikanischen Landes fliegen.

Dort stehen der Schweizer Botschafter Peter Sutter, Chef des Krisenstabes des Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), und der Staatssekretär des deutschen Aussenministeriums, Jürgen Chrobog, bereit.

Weiter berichtete das ZDF unter Berufung auf malische Kreise, mit den Entführern sei ein Lösegeld von umgerechnet 7,9 Millionen Franken für alle Geiseln vereinbart worden. In anderen Medienberichten hatte es dagegen geheissen, diese Summe sei pro Geisel gefordert worden.

Ob von Deutschland Lösegeld gezahlt worden sei, sagte der aussenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Ludger Volmer, nicht. Über Geld reden wir eigentlich nicht, sagte er.

Dieses Lösegeld werde von der malischen Regierung gezahlt, hiess es im ZDF. Allerdings sollen die Mittel später in Form von deutscher Entwicklungshilfe zurückfliessen.

Die 14 Touristen - neun Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer - waren vor rund sechs Monaten in Algerien vermutlich von radikalen Moslems entführt und später nach Mali gebracht worden. Eine erste Geisel-Gruppe war im Mai befreit worden. Eine deutsche Geisel der zweiten Gruppe war an Erschöpfung gestorben.

(fest/sda)

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