Neue Frist für Iran
publiziert: Donnerstag, 21. Sep 2006 / 07:30 Uhr

New York - Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland haben Iran im Streit über dessen Atomprogramm eine neue Frist gesetzt.

Javier Solana soll mehr Zeit zum Verhandeln bekommen.
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Dies sagte ein ranghoher französischer Diplomat am Mittwoch am Rande der UN- Vollversammlung in New York.

Die Regierung in Teheran müsse bis zur ersten Oktoberwoche einer Aussetzung ihrer umstrittenen Urananreicherung zustimmen.

Ein anderer europäischer Diplomat sagte, die USA hätten bei Gesprächen über das weitere Vorgehen in dem Streit am Vortag ein Einlenken Irans bis zum 1. Oktober verlangt.

So viel Druck wie möglich

US-Präsident George W. Bush sagte dem US-Fernsehsender CNN, Zeit sei ein wesentlicher Faktor im Atomstreit.

«Ich habe die Sorge, dass Iran versucht, zu blockieren und Zeit zu schinden», sagte er.

Deshalb scheine es ihm klug, so viel Druck wie möglich aufzubauen.

Vorwürfe weiter zurückgewiesen

Die USA und europäische Länder werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomenergie auch an Atomwaffen zu arbeiten.

Die Regierung in Teheran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Treffen vereinbart

Ein iranischer Regierungsvertreter sagte in Teheran, EU-Chefdiplomat Javier Solana und Irans Unterhändler Ali Laridschani hätten in einem Telefonat für die kommende Woche ein Treffen in einer europäischen Hauptstadt vereinbart.

Die UNO-Vetomächte und Deutschland hatten nach ihrem Treffen am Dienstag erklärt, Solana solle bei seiner Suche nach einer diplomatischen Lösung mehr Zeit bekommen.

(rr/sda)

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