Neue Gefechte in Aleppo und Damaskus
publiziert: Freitag, 3. Aug 2012 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Aug 2012 / 15:14 Uhr
Kämpfe statt Diplomatie in Syrien nach Rücktritt von Annan.
Kämpfe statt Diplomatie in Syrien nach Rücktritt von Annan.

Damaskus - Nach dem Rückzug des Syrien-Sonderbeauftragten Kofi Annan rückt eine diplomatische Lösung des Bürgerkrieges in weite Ferne. Sowohl das Regime von Präsident Baschar al-Assad, als auch die Rebellen setzen auf Gewalt. Aus Aleppo und Damaskus wurden Kämpfe gemeldet.

5 Meldungen im Zusammenhang
In der Wirtschaftsmetropole Aleppo rüsten Regierungstruppen und Rebellen sich offenbar auf. «In Aleppo sehen wir einen bemerkenswerten Aufbau von militärischem Gerät, der uns glauben lässt, dass der Hauptkampf kurz bevor steht», sagte UNO-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous.

Das syrische Regime hat seine Truppen in der heftig umkämpften Stadt verstärkt. «Dutzende Lastwagen mit Soldaten und mehr als 100 Panzer wurden rund um Aleppo in Stellung gebracht», sagte der örtliche Kommandant der Rebellen, Abu Omar al-Halebi, der Nachrichtenagentur dpa.

Auch in Damaskus wurde gekämpft. In einem dicht besiedelten palästinensischen Flüchtlingslager schlugen gemäss Aktivisten Mörsergranaten ein. Dabei kamen über 20 Menschen ums Leben, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mitteilte. Wer die Granaten abfeuerte, war nicht bekannt. Offenbar gab es in der Hauptstadt heftige Gefechte.

Der bisherige Syrien-Sondergesandte Annan hatte am Donnerstag angekündigt, sein Amt auf Ende August aufzugeben. Der frühere UNO-Generalsekretär begründete seinen Rückzug mit der mangelnden Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und der fehlenden Einigkeit im UNO-Sicherheitsrat.

UNHCR: Zehntausende in der Falle

Wegen der Kämpfe sitzen zehntausende Syrer in ihren Wohnungen in der Falle. Aus Angst, ins Kreuzfeuer zu geraten oder gar gezielt beschossen zu werden, trauten sie sich nicht mehr auf die Strasse, sagte die Sprecherin des UNO-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR), Melissa Fleming, in Genf.

Während die Zahl der Flüchtlinge in benachbarten Ländern täglich um Hunderte wachse, seien derzeit innerhalb des Bürgerkriegslandes etwa 1,5 Millionen Menschen «entwurzelt und als Flüchtlinge entweder bei Gastfamilien oder in provisorischen Nothilfelagern» untergekommen, sagte Fleming.

Angesichts der gefährlichen Lage werde Hilfe aber immer schwieriger. Vor allem in der umkämpften Grossstadt Aleppo sei die Sicherheitslage «dramatisch».

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Angesichts der dramatischen Lage in Syrien prüft der Bund die Aufnahme von Kontingentsflüchtlingen. Der ... mehr lesen 2
SVP-Bundesrat Ueli Maurer sagte es gebe Ressourcen für die Aufnahme von Asylbewerbern.
Das Viertel Salaheddin in Aleppo war Ziel der schwersten Angriffe der Regierungstruppen seit dem Beginn der Kämpfe.
Aleppo - In der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo hat es auch am Sonntag ... mehr lesen
Beirut - Syrische Rebellen haben in der Nacht zu Samstag das Gebäude des Staatsfernsehens in der umkämpften Metropole Aleppo angegriffen. Der Angriff scheiterte aber am ... mehr lesen
Syrische Rebellen seien beim Versuch, das Gebäude des Staatsfernsehens zu stürmen, von der syrischen Luftwaffe beschossen worden. (Symbolbild)
Abstimmung der UNO Vollversammlung zu Syrien.
New York - Die UNO-Vollversammlung hat am Freitag in New York eine Resolution ... mehr lesen
Damaskus - Syrische Regierungstruppen haben laut Aktivisten am Dienstagabend nahe der nordwestlichen Stadt Hama in eine ... mehr lesen
Tausende Soldaten sollen auf dem Weg in die Stadt Aleppo sein.
Die Attentäter rechtfertigen ihre Taten auf dem Sinai als Vergeltung dafür, dass seit Mursis Sturz mehr als 1400 seiner Anhänger getötet wurden. (Symbolbild)
Die Attentäter rechtfertigen ihre Taten auf dem Sinai ...
Ägypten  Kairo - Bei einem Bombenanschlag auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens 25 Soldaten getötet worden. Nach amtlichen Angaben explodierte an einer Strassensperre der Armee nahe der Stadt Al-Arisch eine Autobombe. 
Brüchige Waffenruhe  Moskau - Zwei Tage vor der Parlamentswahl in der Ukraine hat die Europäischen Union dem ...  
Angela Merkel und Vladimir Putin. (Archivbild)
Ukraine soll in Donezk laut HRW Streubomben eingesetzt haben Berlin - Schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Armee: Gemäss der ...
Eine Streubombe soll den Schweizer IKRK-Mitarbeiter in Donezk getötet haben. (Symbolbild)
EU-Chefs ringen um Zukunft der Ukraine Mailand - Gross waren die Hoffnungen auf etwas Entspannung in der Ukraine-Krise. ...
Spitzentreffen mit Putin und Poroschenko zur Ukraine in Mailand Mailand - Im Bemühen um einen Frieden in der Ukraine sind ...
Internet soll über den Islam aufklären und Ausreise verhindert werden.
Innenministertreffen  Zürich - Die Bedrohung durch Extremisten, die im Ausland gekämpft haben und nach Europa ...  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Ja und wir Christen haben es mit einem Gott zu tun, der seinen eigenen Sohn jämmerlich am Kreuz verrecken lässt. Ist das ... gestern 18:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Für mich ist die EU keineswegs ein Feindbild, schon gar nicht, wenn ich mir unsere Exporte ... gestern 17:45
  • Odyss aus Sachseln 1
    Schützenhilfe aus D Kavallerie, Zuckerbrot und Peitschen (P. Steinbrück) sind aus der ... gestern 14:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Wer... darauf gehofft hatte, die Türkei würde gegen den IS ins Feld ziehen und ... gestern 10:29
  • EdmondDantes1 aus Zürich 11
    oder wes Brot ich ess, des Lied ich sing da haben Sie die Scheinheiligkeit der Dame gut auf den Punkt gebracht. ... gestern 07:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    PKK-Führer... Öcalan hockt auf der Insel Imrali im Gefängnis und hält sich in diesem ... Do, 23.10.14 15:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Das... kleine Israel muss sich behaupten in einer Region, wo sich regelmässig ... Do, 23.10.14 10:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Motive? Täter? Wird sich zeigen. Heute wird jedenfalls noch die ... Mi, 22.10.14 20:06
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 2°C 7°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel -0°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 2°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 7°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 11°C 18°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten