Neue Krankenkassen-Prämienberechnung gefordert
Neue Initiative zum Thema Krankenkassen lanciert
publiziert: Dienstag, 5. Feb 2002 / 18:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Feb 2002 / 18:29 Uhr

Bern - Eine westschweizerische Vereinigung der Versicherten und Behandelnden hat die Volksinitiative «Krankenkassenprämien in den Griff bekommen» lanciert. Sie fordert einen neuen Mechanismus der Prämienberechnung.

Spitalaufenthalt: Neue Krankenkasse-Initaiative lanciert.
Spitalaufenthalt: Neue Krankenkasse-Initaiative lanciert.
Das Rassemblement des Assurés et des Soignants (RAS) wurde im Sommer 2000 als Reaktion auf die Drohung gegründet, die freie Arztwahl einzuschränken. Es ist nach eigenen Angaben politisch völlig unabhängig und zählt rund 30'000 Mitglieder.

Während die Gesundheitskosten jährlich nur um rund 4 Prozent stiegen, seien die Prämien seit dem neuen Krankenversicherungsgesetz (KVG) von 1996 «explodiert», hiess es vor den Medien in Bern. Deshalb müsse Gegensteuer gegeben werden.

Das RAS ist gegen ein System, in dem sich die Versicherungsbeiträge nach dem Einkommen richten. Es lehnt aber auch eine Einschränkung des Leistungskataloges ab, weil dies einem sozialen Rückschritt gleichkäme. Es schlägt dagegen eine neue Art der Prämienberechnung vor.

Die Initiative fordert, dass die Prämien neu auf der Basis von definitiven und von einer echten Aufsichtsbehörde geprüften Abrechnungen festgelegt werden statt - wie heute - auf der Grundlage von nicht überprüfbaren Schätzungen. Damit könnte auf milliardenhohe Rückstellungen verzichtet werden.

Das Initiativkomitee hat bis zum 5. August 2003 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften zusammenzubringen. Es ist zuversichtlich, dass ihm das leicht gelingt. Denn die Prämienexplosion sei eine der Hauptsorgen der Schweizer Bevölkerung.

(kil/sda)

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