
Bern - Die Kritik am Erbschaftssteuerabkommen, das die Schweiz mit Frankreich ausgehandelt hat, nimmt zu. Die Waadtländer Arbeitgeber lehnen das Abkommen rundweg ab. Zuvor hatte der Waadtländer Finanzdirektor Pascal Broulis (FDP) das Abkommen scharf kritisiert.
Nicht OECD-konform
In seiner aktuellen Form stehe das Abkommen auch im Widerspruch zu den internationalen Steuerstandards der OECD. Stein des Anstosses ist die Regelung im Abkommen, Erben in Frankreich künftig auch dann nach französischem Recht zu besteuern, wenn der Verstorbene zuletzt in der Schweiz gelebt hat.
Heute bezahlen Erben in einem solchen Fall die Erbschaftssteuer in der Schweiz - sofern der Wohnkanton überhaupt eine solche Steuer kennt. In jedem Fall bezahlen sie nur einen Bruchteil dessen, was sie dem französischen Staat abliefern müssten. Frankreich möchte es Franzosen mit dem Abkommen erschweren, der Steuer auszuweichen.
Kritik auch im Wallis
Der Walliser Staatsrat stimmt in den Chor der Kritiker ein. Die Erbschaftssteuer solle dort erhoben werden, wo der Verstorbene sein letztes Domizil gehabt habe, argumentiert er. Mit dem neuen Abkommen verlöre die Schweiz an Attraktivität. Bund, Kantone und Gemeinden müssten mit deutlichen Einbussen bei den Steuereinnahmen rechnen.
Die Walliser Handelskammer befürchtet, dass sich die im Abkommen gewährten Konzessionen an Frankreich als Bumerang erweisen könnten. Andere Staaten könnten ihrerseits darauf pochen, unilateral ihr Steuerrecht auf Schweizer Boden durchzusetzen.
Übertriebene Eile
Wenig Verständnis haben die Waadtländer Arbeitgeber dafür, dass der Bund das Abkommen ohne ihrer Ansicht nach ausreichende Konsultationen durchpeitschen möchte. Die Gespräche zwischen Frankreich und der Schweiz seien Ende Juni aufgenommen worden. Bereits am 9. Juli hätten beide Staaten das neue Abkommen paraphiert.
Die übertriebene Eile habe dazu geführt, dass sich die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren bereits Anfang August zum Abkommen habe äussern müssen. Statt die Plenarversammlung der 26 Mitglieder abzuwarten, habe der siebenköpfige Ausschuss Position beziehen müssen, wie FDK-Sekretär Peter Mischler auf Anfrage bestätigte.
Unter den Finanzdirektoren war das Abkommen ebenfalls umstritten. Die FDK hatte sich am Ende jedoch zu einer Zustimmung durchgerungen, da Frankreich damit gedroht hatte, das bestehende Abkommen einseitig zu kündigen. In der Schweiz lebende Franzosen könnten so bei Erbschaften doppelt besteuert werden.
(fest/sda)
- jorian aus Gretzenbach 1165
Dober den marija Könnte es sein, dass Ihre "falsche" Toleranz, zu einer ... heute 12:00 - Kassandra aus Frauenfeld 725
Sollte ja eine Verbesserung sein! Ja, thomy, das Thema habe ich ja angeschnitten, aber kann man wegen ... heute 11:18 - jorian aus Gretzenbach 1165
GRÜNLIBERAL Liberal die Vorstufe zu Neoliberal! Aussage Steson. Immer wieder ... heute 08:37 - mariesuisse aus Bern 199
ja Jordan es muss auch so sein. Und doch nicht allzu stur. Von den Menschen, die ... heute 07:58 - mariesuisse aus Bern 199
Kleinschaf du sagst doch auch : ICH BIN ICH, nämlich ein SCHWEIZER. Stell dir mal ... heute 07:47 - keinschaf aus Henau 1508
Wiederholung der Frage: Sind Sie alle "bereit für ... heute 00:58 - keinschaf aus Henau 1508
Den Artikel habe ich nicht gelesen. Da die Vorlage von der SVP stammt, kann ich mir das Lesen der Artikel ... heute 00:47 - keinschaf aus Henau 1508
Die SDA, der brave Spin-Doc im Zentrum des Nachrichtensystems "Um den Streit mit der EU um die unterschiedliche Besteuerung von in- ... heute 00:40
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