USA
Neue Panne durch Obamas Überwachungsteam
publiziert: Mittwoch, 1. Okt 2014 / 17:49 Uhr
Barack Obama hatte die Agenten zuletzt verteidigt und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.
Barack Obama hatte die Agenten zuletzt verteidigt und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.

Washington - Die Serie von Pannen bei der Bewachung von US-Präsident Barack Obama reisst nicht ab. Kurz vor dem Zwischenfall, bei dem ein Irak-Veteran über den Zaun des Weissen Hauses springen und weit ins Haupthaus vordringen konnte, erlaubte sich die Leibgarde schon einen Fehler.

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Der Secret Service hatte während Obamas Besuch bei der Seuchenbehörde CDC einen bewaffneten, dreifach verurteilten Ex-Straftäter in Obamas Nähe gelassen, wie nun nach einem Bericht der «Washington Post» bekannt wurde.

Der US-Präsident und der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma waren beim Besuch Obmas in Atlanta vor rund zwei Wochen gemeinsam im Lift gefahren, schreibt das Blatt. Der Mann wurde auffällig, als er mit seinem Smartphone Fotos von Obama machte.

Doch erst als die Agenten sich beschwerten, der Mitarbeiter von der Sicherheitsfirma auf der Stelle gefeuert wurde und daraufhin seine Dienstwaffe abgeben musste, wurde ihnen klar, dass der Mann bewaffnet war. Die strengen Sicherheitsprotokolle verbieten jedoch, dass sich ausser dem Secret Service Bewaffnete in Obamas Nähe aufhalten.

Piersons Probleme nach Pannenserie

Mit dieser Panne steigt der Druck auf Secret-Service-Direktorin Julia Pierson weiter, Reformen umzusetzen. Regierungssprecher Josh Earnest sprach sich am Mittwoch bereits für solche Neuerungen aus. «Es ist klar, dass einige Reformen umgesetzt werden müssen», sagte Earnest dem TV-Sender CNN. Die rund 3400 Agenten zählende Behörde prüfe derzeit, welche Änderungen gemacht werden müssten.

Pierson hatte sich am Dienstag im Kongress bereits für die Zaunspringer-Panne entschuldigt. Die «Washington Post» (Mittwoch) forderte eine unabhängige Untersuchung der Abläufe bei der Leibgarde. Die «New York Times» sprach vom «Kollaps des Secret Service» und sagte, der Zaunspringer habe die Idee der «weltweit undurchdringlichsten Sicherheitstruppe» zerschlagen.

«Inkompetent und doppelzüngig»

Die Agenten hätten sich als «stümperhaft» entpuppt. Das «Wall Street Journal» schrieb, der Vorfall habe eine «Kultur der Inkompetenz und Doppelzüngigkeit» offenbart. Denn der Secret Service hatte zunächst behauptet, den Eindringling schon im Eingangsbereich gestoppt zu haben - erst später kam ans Licht, dass er bis tief ins Innere des Weissen Hauses vordringen konnte.

«Dies sind Profis, die einen sehr schwierigen Job haben», nahm Earnest den Secret Service am Mittwoch in Schutz. Die Agenten hätten eine besondere Aufgabe und würden ihr Leben jeden Tag zum Schutz anderer riskieren. Auch Obama hatte die Agenten zuletzt verteidigt und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.

(flok/sda)

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Der «Washington Post» zufolge handelt es sich bei dem Eindringling um einen Texaner, der laut Angaben von Verwandten im Irak-Krieg als Heckenschütze eingesetzt war.
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