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Neue Proteste in libyscher Stadt Bengasi - Internetzugang gestört
publiziert: Sonntag, 20. Feb 2011 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 12:48 Uhr
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In Lybien herrschen derzeit die schwersten Unruhen in der 40-jährigen Herrschaft von Staatschef Muammar Gaddafi.
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Tripolis - Hunderte Libyer haben sich in Libyen nach Augenzeugenberichten zu neuen Protesten vor einem Gerichtsgebäude in der Stadt Bengasi versammelt. Sie forderten den Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi.

4 Meldungen im Zusammenhang
Am Samstag hatten Spezialeinheiten nach Spitalangaben mindestens 15 Menschen getötet, die eine Trauerfeier für 35 tags zuvor getötete Regierungsgegner auf einem Platz in Bengasi besucht hatten. Dutzende weitere wurden verletzt.

Vor dem neuerlichen Blutbad hatte die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unter Berufung auf Angaben aus mehreren Spitälern bereits von 84 Toten berichtet.

Offenbar um die Regierungsgegner an Verabredungen zu weiteren Protestaktionen zu hindern, wurde das Internet am Samstag kurz vor Mitternacht erneut abgeschaltet, wie die amerikanische IT-Sicherheitsfirma Arbor Networks mitteilte.

Bereits am frühen Samstagmorgen war der Internetbetrieb unterbrochen worden. Mehrere Stunden später funktionierte er vorübergehend eingeschränkt wieder, bis er dann wieder unterbrochen war.

Verschwörung gegen Libyen

Am Vortag hatten die libyschen Behörden nach eigenen Angaben dutzende Mitglieder eines arabischen «Netzwerks» zur Destabilisierung des Landes festgenommen. Zu der Gruppe hätten Tunesier, Ägypter, Sudanesen, Palästinenser und Syrer sowie Türken gehört.

Die in mehreren Städten des Landes festgenommenen Agenten seien ausgebildet gewesen, «die Stabilität Libyens, die Sicherheit der Bürger und die nationale Einheit» zu beschädigen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Jana. Die Ermittler schlössen nicht aus, dass Israel hinter dem Netzwerk stecke, berichtete Jana.

Den Festgenommenen wird demnach «Anstiftung zu Plünderungen und Sabotage, etwa durch Brandstiftung in Spitälern, Banken, Gerichten, Wachen der Polizei und der Militärpolizei sowie öffentlichen und privaten Gebäuden» vorgeworfen.

Mit Verweis auf die seit Dienstag anhaltenden landesweiten Unruhen schrieb Jana, die Verdächtigen hätten versucht, aus Polizeistationen Waffen zur eigenen Verwendung zu erbeuten.

(asu/sda)

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