Missbrauch
Neue Sonderbeauftragte für Missbrauchsfälle bei UNO-Einsätzen
publiziert: Montag, 8. Feb 2016 / 23:12 Uhr
Missbrauchsvorwürfe gegen Blauhelmsoldaten in der Zentralafrikanischen Republik.
Missbrauchsvorwürfe gegen Blauhelmsoldaten in der Zentralafrikanischen Republik.

New York/Bangui - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine Sonderbeauftragte für die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch Blauhelmsoldaten ernannt. Ban übertrug der US-Diplomatin Jane Holl Lute die Aufgabe, den Umgang der Vereinten Nationen mit Missbrauchsfällen zu verbessern.

6 Meldungen im Zusammenhang
Lute war zwischen 2003 und 2008 für verschiedene UNO-Friedensmissionen tätig, zuletzt arbeitete sie als Bans Beraterin für die Umsiedlung irakischer Flüchtlinge.

Aus der Zentralafrikanischen Republik werden seit einem Jahr immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen UNO-Soldaten bekannt.

Im April hiess es, dass französische Blauhelme in einem Lager nahe der Hauptstadt Bangui zwischen Dezember 2013 und Juni 2014 mehrere Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren missbraucht haben sollen. Zuletzt wurden gegen aus dem Kongo stammende Soldaten der UNO-Truppe Minusca Missbrauchsvorwürfe erhoben.

Zur Situation in der Zentralafrikanischen Republik hatte sich am Montag auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International geäussert. Wegen fehlerhafter Koordination und unzureichender Ausbildung der Soldaten schütze die 12'000 Mann starke UNO-Truppe die Zivilbevölkerung nicht ausreichend.

Die Zentralafrikanische Republik, eines der ärmsten Länder der Welt, wird seit einem Militärputsch 2013 von einem schweren Konflikt erschüttert. Dabei stehen sich muslimische Rebellen und christliche Milizen gegenüber. Am kommenden Sonntag soll in einer Stichwahl der erste Präsident seit Ausbruch der Krise gewählt werden.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London/Bern - Der Schutz der Menschenrechte wird weltweit immer mehr untergraben und angegriffen - auch von ... mehr lesen
Amnesty warnt vor der Missachtung der Menschenrechte.(Symbolbild)
New York - Mehr als 50 Staaten haben den Vereinten Nationen die Entsendung von insgesamt rund 40'000 zusätzlichen ... mehr lesen
Rund 40'000 Blauhelmsoldaten werden in den Einsatz geschickt.
Ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung unter Ausnutzung einer Amtsstellung wurde eingeleitet.
Paris - Die französische Justiz ermittelt gegen einen weiteren Soldaten, der bei einem Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik eine junge Frau vergewaltigt haben soll. Ein ... mehr lesen
New York - Um sexuellen Missbrauchs durch UNO-Friedenssoldaten zu stoppen, könnten Länder von Blauhelm-Einsätzen ausgeschlossen werden. In dem Prüfbericht einer ... mehr lesen 5
Blauhelmsoldaten in Krisengebieten bezahlen regelmässig Geld oder Waren für Sex mit Frauen in ihren Einsatzgebieten. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - Blauhelmsoldaten in Krisengebieten bezahlen laut einem UNO-Bericht regelmässig Geld oder Waren für Sex mit Frauen in ihren Einsatzgebieten. Dies geht aus dem Entwurf eines Berichts des internen Kontrollbüros (OIOS) der UNO hervor. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Russland und Westen kooperieren bei Syrien-Hilfe Berlin - Russland und westliche Staaten arbeiten bei der humanitären Hilfe für die syrische Bevölkerung ... 1
Rund 150'000 Binnenflüchtlinge hätten Schutz im syrisch-türkischen Grenzgebiet gesucht.
Über 60 Luftangriffe wurden geflogen. (Symbolbild)
Dschihadisten bei Luftangriffen in Syrien getötet Beirut - Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens 16 ... 1
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 731
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 17°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 17°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 19°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten