Neue Spannungen vor Gipfeltreffen
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 21:00 Uhr

Jerusalem - Einen Tag vor dem Gipfeltreffen von Israels Regierungschef Ariel Scharon und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat neue Gewalt auf beiden Seiten für Spannungen gesorgt.

Ein Frieden liegt nach wie vor jenseits des Horizonts der Gipfeltreffen im Nahen Osten.
Ein Frieden liegt nach wie vor jenseits des Horizonts der Gipfeltreffen im Nahen Osten.
7 Meldungen im Zusammenhang
Im Westjordanland wurde am Morgen ein israelischer Zivilist getötet. Die radikale Palästinenserbewegung Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Angriff in der Region von Dschenin im Westjordanland. Nach Militärangaben wurde ein weiterer Israeli leicht verletzt.

Der Wagen der beiden Israelis sei in einen Hinterhalt geraten. Die palästinensischen Angreifer hätten aus einem zweiten Auto heraus das Feuer auf die Israelis eröffnet und seien dann geflohen. Der Islamische Dschihad erklärte dagegen, ein israelischer Zivilist und ein Soldat seien getötet worden.

An der israelischen Sperranlage entlang des Gazastreifens erschossen israelische Soldaten einen 17-jährigen Palästinenser und verletzten dessen 15-jährigen Begleiter, wie palästinensiche Spitalmitarbeiter mitteilten.

Beide Jugendlichen seien unbewaffnet gewesen und hätten offenbar die Grenze nahe dem Dorf Wadi Gaza passieren wollen, um in Israel zu arbeiten, sagten Augenzeugen. Laut Armee waren die jungen Männer jedoch in eine Sperrzone eingedrungen und hatten sich trotz Warnrufen der Soldaten israelischem Territorium genähert.

Auch der Beschuss jüdischer Siedlungen im Gazastreifen hielt an. Seit Sonntagabend schossen Palästinenser nach Militärangaben fünf Granaten auf Siedlungen, ohne jedoch Schäden anzurichten. Der israelische Aussenminister Silvan Schalom verurteilte die anti-israelischen Attacken als "äusserst schwerwiegend".

Deutliche Antworten gefordert

Scharon erwarte von Abbas "deutliche Antworten" auf die von Israel geforderte Entwaffnung der radikalen palästinensischen Gruppierungen, sagte Schalom im Radio. Sein palästinensischer Kollege Nasser el Kidwa hatte am Samstag eine Entwaffnung vor einem Ende der israelischen "Besatzung" ausgeschlossen.

Das Treffen zwischen Abbas und Scharon sollte laut Militärradio am Dienstag in der Residenz Scharons in Jerusalem stattfinden. Im Mittelpunkt wird voraussichtlich die Koordinierung des israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen stehen.

(sl/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Die Schweiz hat in ihren Konsultationen zur israelischen Sperranlage keine entscheidenden Fortschritte ... mehr lesen
Die UNO-Vollversammlung erklärte die Sperranlage 2004 für illegal.
Auch in Jerusalem kam nach einem Begräbnis zu einer Demonstration. (Archiv)
Gusch Katif - Zwei Monate vor dem ... mehr lesen
Jerusalem - In gespannter ... mehr lesen
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zeigte sich nach dem Treffen enttäuscht.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (l.) und Israels Regierungschef Ariel Scharon haben Einiges zu besprechen.
Jerusalem - Gut vier Monate nach ... mehr lesen
Jerusalem - Blutige Zwischenfälle zwischen Israelis und Palästinensern mögen in jüngster Zeit nachgelassen haben. Ein Frieden indes liegt nach wie vor jenseits des Horizonts der Gipfeltreffen im Nahen Osten. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Tel Aviv - Der israelische ... mehr lesen
Schaul Mofas sprach von einem guten Beginn der Koordinierung des Abzugs.
Condoleezza Rice spricht mit allen Konfliktparteien.
Ramallah - Zum Auftakt ihrer ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ... mehr lesen  
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 18°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 17°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 18°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 18°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten