Neue Vorwürfe gegen Yahoo in China
publiziert: Donnerstag, 9. Feb 2006 / 21:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Feb 2006 / 22:13 Uhr

Peking - Der US-Internetkonzern Yahoo ist in China erneut wegen mutmasslicher Unterstützung der dortigen Pressezensur in die Kritik geraten.

Yahoo sei nicht klar gewesen, aus welchem Grunde sich die Behörden nach Li erkundigten.
Yahoo sei nicht klar gewesen, aus welchem Grunde sich die Behörden nach Li erkundigten.
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Bürgerrechtler warfen Yahoo vor, an der Festnahme des regierungskritischen Internet-Autors Li Zhi im Jahr 2003 beteiligt gewesen zu sein.

Li - inzwischen wegen Untergrabung der Staatsgewalt zu acht Jahren Gefängnis verurteilt - sei ein registrierter Yahoo-Nutzer gewesen. Der Internetkonzern habe Lis persönlichen Daten an die chinesischen Behörden weitergereicht, schrieb der Bürgerrechtler Liu Xiaobo im Nachrichten-Portal «Boxun». Er berief sich in seinem Artikel auf die Anwälte von Li.

Gründe für Anfrage unklar?

Eine Yahoo-Sprecherin sagte, der Fall werde geprüft. Yahoo sei nicht klar gewesen, aus welchem Grunde sich die Behörden nach Li erkundigten. Normalerweise begründeten die Behörden eine solche Anfrage auch nicht.

Erst im September war Yahoo vorgeworfen worden, die Identität eines Staatskritikers preisgegeben zu haben. Damals hatte Yahoo erklärt, sich an die Gesetze des Landes halten zu müssen.

Die Organisation «Reporter ohne Grenzen» ging mit dem Konzern hart ins Gericht. «Natürlich wusste Yahoo, dass dadurch dazu beigetragen wird, Dissidenten und Journalisten - und keine gewöhnlichen Kriminellen - festzunehmen», hiess es in einer Erklärung.

Schutz von Journalisten

Die Organisation rief Yahoo dazu auf, die Namen aller Journalisten und Autoren mitzuteilen, deren Identitäten bislang an die Behörden preisgegeben wurden. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) schloss sich der Forderung an.

Der jüngste Yahoo-Fall zeigt nach Einschätzung von Beobachtern einmal mehr die Schwierigkeiten, welche die Präsenz auf dem chinesischen Markt für internationale Internetkonzerne mit sich bringt.

Zwar ist China weltweit der Internetmarkt Nummer 2. Allerdings kontrollieren die Behörden in der Volksrepublik die Inhalte äusserst streng.

(bert/sda)

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