Umstellung bis 2015
Neue Warnhinweise für giftige Chemikalien
publiziert: Freitag, 30. Mrz 2012 / 16:36 Uhr
Die orange Quadrate verschwinden bereits wieder.
Die orange Quadrate verschwinden bereits wieder.

Bern - Die Warnhinweise für chemische Produkte werden international vereinheitlicht. Das bedeutet, dass die erst vor sieben Jahren in der Schweiz eingeführten Symbole wieder verschwinden und durch neue Piktogramme ersetzt werden. Die Umstellung erfolgt schrittweise bis 2015.

4 Meldungen im Zusammenhang
Heute weisen orange Quadrate auf die Gefahren hin, neu werden es rot umrandete Rhomben sein. Der entsprechende Verordnungsentwurf war bis Ende März in der Anhörung.

Die Schweizer Konsumentenschutzorganisationen begrüssen die Vereinheitlichung. Sie fordern aber eine bessere Information der Bevölkerung. Eine 2010 vom Bundesamt für Gesundheit veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass die Konsumenten die Symbole auf gefährlichen Chemikalien kaum oder gar nicht beachten. Deswegen kommt es in Schweizer Haushalten jährlich zu etwa 50'000 Unfällen.

Damit sich die Verbraucher besser orientieren können, verlangt die Allianz der Schweizerischen Konsumentenschutz-Organisationen die Durchführung einer längerfristigen Informationskampagne. Für die Kampagne seien genügend finanzielle Mittel bereit zu stellen.

Information nur auf Anfrage

Gemäss dem Europäischen Chemikalienrecht REACH müssen die Konsumenten informiert werden, wenn ein Produkt sehr bedenkliche Chemikalien enthält. Die vorliegende Verordnung sieht dies zwar ebenfalls vor.

Die Allianz kritisiert aber, dass der Konsument diese Informationen nur auf Anfrage erhält. Sie möchte, dass diese Hinweise auf der Verpackung stehen, «denn nicht immer ist man sich bewusst, dass ein Produkt überhaupt bedenkliche Chemikalien enthalten könnte».

Es gehe ferner darum, die Konsumenten vor Täuschung zu schützen, heisst es in der Stellungnahme der Allianz weiter. Im Visier hat sie dabei zum Beispiel das sogenannte Greenwashing, also die «offensive Hervorhebung von vermeintlich positiven Aspekten des Produkts auf die Umwelt».

Die Konsumentenschützer verlangen, dass bei Reinigungs- und Waschmitteln solche Auslobungen überwacht werden, damit die Konsumenten nicht getäuscht werden.

Separates Gesetz für Nanomaterialien

Begrüsst wird, dass auch Nanomaterialien in die Verordnung aufgenommen wurden. Die Allianz der Konsumentenschützer befürchtet jedoch, dass für Nanomaterialien «ein gesetzlicher Flickenteppich» am Entstehen ist. Deshalb müsse geprüft werden, ob nicht ein eigenes Gesetz zu Nanomaterialien mehr Sinn machen würde.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
In der Schweiz gelten neue Gefahrensymbole für chemische Produkte.
Bern - Die Schweiz führt neue ... mehr lesen
Bern - Chemikalien werden künftig ... mehr lesen
Neue Kennzeichnung von Chemikalien.
Die Sicherheit für gefährliche Stoffe wird erhöht, Normen an die EU angeglichen.
Bern - Besserer Schutz für Mensch ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ... mehr lesen  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Basel 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Bern 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Luzern 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 12°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten