BAG lanciert neue Kampagne
Neue Werbespots gegen Geschlechtskrankheiten
publiziert: Montag, 21. Mrz 2011 / 15:30 Uhr

Bern - Wenns juckt oder brennt, dann bitte zum Arzt. Diese Botschaft soll durch die neue LOVE-LIFE-Kampagne vermittelt werden. Im Mittelpunkt der Präventionsarbeit stehen nicht mehr Aids und HIV, sondern die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie Syphilis oder Chlamydiose.

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Die Bevölkerung soll mit witzigen Fernsehspots über das heikle Thema aufgeklärt werden: Ein Baggerführer muss sich derart dringend zwischen seinen Beinen kratzen, dass er die Kontrolle über die Baggerschaufel verliert und diese ein parkiertes Auto zertrümmert.

Oder im Yoga-Kurs: Eine junge Frau stört die meditative Ruhe, weil sie nicht anders kann, als in verrenkter Pose den beissenden Schmerz ihrer Geschlechtskrankheit zu lindern - mit Kratzen.

Mit insgesamt vier solcher Fernsehspots lancierten das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Aids-Hilfe Schweiz (AHS) und die Stiftung Planes am Montag die neue LOVE-LIFE-Kampagne. Plakate und Internetwerbung ergänzen das rund zwei Millionen Franken teure Projekt.

STI-Ansteckungen halbieren

Das Ziel der Kampagne ist ehrgeizig: «Bis 2017 sollen nicht nur die Ansteckungen mit HIV, sondern auch mit STI halbiert werden», sagte BAG-Direktor Pascal Strupler vor den Medien in Bern. Das sei nur möglich, wenn die infizierten Personen vermehrt zum Arzt gingen, sich behandeln liessen und vor allem ihre Sexualpartner über die Krankheit informierten.

Dass dieses Ziel in der Schweiz noch lange nicht erreicht ist, erklärte Roger Staub, Leiter der Sektion Prävention und Promotion beim BAG, am Beispiel der Chlamydiose: Die häufigste STI wird vor allem bei Frauen diagnostiziert. Im Jahr 2010 verzeichnete das BAG 6575 Fälle. Der Frauenanteil betrug über 70 Prozent.

«Auch die männlichen Sexualpartner dieser Frauen sind von Chlamydiose betroffen; sie gehen einfach viel seltener zum Arzt», sagte Staub. Die Symptome der Krankheit - Brennen oder Jucken - hörten nach einiger Zeit auf, die STI selbst verschwinde jedoch nicht. Die Folge: Die Infizierten können weitere Personen anstecken, ohne dies zu merken, wie Staub erklärte.

(dyn/sda)

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