Gegen frühe Sexualkunde
Neuer Anlauf für Anti-Sexualkunde-Initiative
publiziert: Freitag, 27. Apr 2012 / 18:00 Uhr
Zweiter Anlauf für Volksinitiative gegen frühe Sexualkunde.
Zweiter Anlauf für Volksinitiative gegen frühe Sexualkunde.

Bern - Trotz des Fehlstarts der Volksinitiative gegen frühen Sexualkundeunterricht ist das Anliegen nicht vom Tisch. Die Initianten planen, das Begehren neu zu lancieren. Zuvor müssen sich die verbleibenden Mitglieder des Komitees zur Initiative bekennen.

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Der Basler Benjamin Spühler war vor Wochenfrist wegen einer Verurteilung wegen sexueller Kontakte mit einer Minderjährigen in den 1990er-Jahren aus dem Initiativkomitee ausgetreten. In der Folge trat der Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet sofort aus dem Initiativkomitee aus.

Sein St. Galler Parteikollege Jakob Büchler legte das Amt des Co-Präsidenten des Initiativkomitees nieder. Ob er jedoch im Komitee bleiben wird, liess Büchler offen.

«Wir bleiben dabei und lassen uns nicht von der Presse und von irgendwelchen Parteiexponenten ins Bockshorn jagen», sagte der Basler SVP-Nationalrat Sebastian Frehner am Freitag zur Nachrichtenagentur sda. Er ist der andere Co-Präsident des Initiativkomitees.

«Ich hätte auf den Skandal verzichten können», sagte Frehner. Er ist aber zugleich der Ansicht, dass die negativen Schlagzeilen dem Anliegen nicht nur geschadet haben. «Ob man das toll findet oder nicht: Bad News sind auch News», sagte Frehner.

Nun wisse die ganze Schweiz von der Initiative. Das Anliegen, Sexualkunde vor dem Alter von neun Jahren zu verbieten, wird weiterverfolgt. Der Initiativtext soll gleich bleiben.

Erste Initiative wird zurückgezogen

Alle Mitglieder des Initiativkomitees müssten nun nochmals unterschreiben, hielt Frehner fest. Wenn alle unterzeichnet haben, könne man die neue Volksinitiative zur Vorprüfung der Bundeskanzlei übergeben.

Die bereits im Bundesblatt veröffentlichte Initiative mit den zurückgetretenen Komiteemitgliedern wird gemäss Frehner zurückgezogen. Nach der Publikation im Bundesblatt haben die Initianten anderthalb Jahre Zeit, die notwendigen 100'000 Unterschriften zu sammeln.

(alb/sda)

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