Neuer Anlauf für Präsidentenwahl in Libanon
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 08:13 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 10:48 Uhr

Beirut - Nach monatelangem Tauziehen unternimmt das libanesische Parlament einen weiteren Anlauf, einen neuen Präsidenten zu wählen. Dieses Mal dürften die Bemühungen, einen Nachfolger für Emile Lahud zu finden, von Erfolg gekrönt sein.

Fuad Siniora wolle sich zukünftig gerne mehr der Familie widmen.
Fuad Siniora wolle sich zukünftig gerne mehr der Familie widmen.
Seitdem die rivalisierenden Lager unter Vermittlung der Arabischen Liga am Mittwoch ein Ende der 18-monatigen Staatskrise vereinbarten, gilt die Wahl von Armeechef Michel Suleiman als sicher.

Der einem maronitischen Christen zustehende Posten des Präsidenten war seit November 2007 nicht mehr besetzt.

Die Konfliktparteien kamen überein, dass die von Syrien und Iran unterstützte Opposition um die schiitische Hisbollah-Bewegung eine Sperrminorität im Kabinett erhält.

Dagegen hatte sich die pro-westliche Regierung von Ministerpräsident Fuad Sinora lange gesträubt.

80 Menschen getötet

Die Staatskrise, in deren Verlauf die Opposition den Regierungssitz in Beirut monatelang belagert hatte, war in diesem Monat in die schwersten Gewalttätigkeiten seit dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 ausgeartet. Bei Kämpfen zwischen Schiiten sowie Sunniten und Drusen waren über 80 Menschen getötet worden.

Der designierte Präsident Suleiman steht seit 1998 an der Spitze der militärisch schwachen Streitkräfte. Ihm wird zugutegehalten, dass er die Armee aus den jüngsten Auseinandersetzungen herausgehalten hat.

Am Vortag hatte sich Regierungschef Fuad Siniora bereit für einen Machtwechsel gezeigt. «Ich habe drei Jahre lang amtiert und ich glaube, es ist jetzt Zeit für einen Wechsel», sagte er. «Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne das Amt aufgeben», sagte Siniora in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP in Beirut. «Ich habe genug.»

(dl/sda)

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