Neuer Bischof will Christus erneuern - Kritiker besorgt
publiziert: Montag, 9. Jul 2007 / 14:18 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Jul 2007 / 13:31 Uhr

Chur - Der neue Bischof von Chur, Vitus Huonder, hat zur Rolle der Frauen in der Kirche und zur Ökumene Stellung genommen. «In Christus alles erneuern» lautet der Wahlspruch des 65-jährigen neuen Oberhirten.

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Zur Frage der Weihe von Frauen habe sich die Kirche in den letzten Jahren klar ausgesprochen, sagte Vitus Huonder an seiner ersten Medienorientierung auf dem Churer Hof nach seiner Ernennung durch den Papst. Als Bischof sei er an das gebunden, was das Lehramt diesbezüglich sage.

Doch er wolle betonen, dass es «die Frau in der Kirche» immer gegeben habe. Pastoralassistentinnen und Katechetinnen hätten wichtige Aufgaben, sagte Huonder.

Gegen Priesterinnen

Die Rolle der Frau in der Kirche dürfe nicht auf das Priestertum fokussiert werden, denn das führe zu einer Verengung. Das Priesteramt für die Frau sei aber, «nach dem, wie Jesus vorgegangen ist, nicht möglich». Dieser Entscheid der Kirche müsse respektiert werden.

Zur heutigen Verfassung des Bistums Chur sagte Huonder, dessen Probleme seien die gleichen wie diejenigen anderer Diözesen: «Wir haben einen sehr starken Glaubensschwund. Der Glaube ist aus den Herzen der Menschen vielerorts verschwunden.»

Schwierige Bischofssuche

Der Verein «Bündnerinnen und Bündner für eine Offene Kirche», der während der Wirren um den umstrittenen Churer Bischof Haas entstand, ist nach der Ernennung Huonders zum Bischof von Chur besorgt.

Vorstandsmitglied Christine Bucher betonte, der Verein habe im Vorfeld der Wahl seine Vorstellungen von einem guten Hirten beim päpstlichen Nuntius in Bern deponiert. «Es wurde uns gesagt, es sei sehr schwierig, eine geeignete Person zu finden. Umso mehr bin ich erstaunt über diese Wahl», sagte Bucher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

«Problematische Besetzungen»

Persönlich kenne sie den neuen Bischof nicht, doch seine Personalpolitik als Generalvikar bei der Besetzung von Pfarrstellen «mit teilweise problematischen Persönlichkeiten» wecke grosse Besorgnis.

(ht/sda)

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