Neuer Gesundheitsartikel führt zu Zweiklassenmedizin
publiziert: Montag, 7. Apr 2008 / 11:31 Uhr

Bern - Der neue Gesundheitsartikel führt nach Ansicht der SP in die Zweiklassenmedizin. Ein Ja am 1. Juni bedeute das Ende der freien Arztwahl und alle Macht für die Krankenkassen, hiess es an einer Medienkonferenz.

Der neue Gesundheitsartikel führt nach Ansicht der SP in die Zweiklassenmedizin.
Der neue Gesundheitsartikel führt nach Ansicht der SP in die Zweiklassenmedizin.
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Die SP misst dem Kampf gegen den Verfassungsartikel zur Krankenversicherung höchste Priorität zu. Sie hat deshalb die Führung im Komitee «Nein zum Kassendiktat» übernommen, dem auch Ärzte, Pflegende, Patientenorganisationen und Konsumentenschützer angehören. Die Kampagne ist ihr 150'000 Franken wert.

Die bürgerlichen Befürworter verharmlosten die Vorlage und verschleierten damit ihre wahren Absichten, sagte Nationalrätin Jacqueline Fehr (ZH).

Nach der Aufhebung des Vertragszwangs würden die Kassen laut SP nur noch mit Ärzten und Therapeuten zusammenarbeiten, die wenig Kosten versursachen. Das Nachsehen hätten vor allem ältere und chronisch kranke Patientinnen und Patienten, die nicht mehr zum Vertrauens- oder Familienarzt gehen könnten.

Für eine teure Behandlung brauche es künftig eine private Zusatzversicherung, sagte Fehr. Wer nicht jung und gesund sei, könne sich dies aber kaum leisten.

«Sicko» als Abschreckung

Nach Ansicht der SP droht der Schweiz mit der «hingepfuschten und unnötigen» Vorlage von Krankenversicherern und economiesuisse ein Gesundheitssystem wie in den USA.

Wohin zügelloser Wettbewerb und Profit führten, zeige Michael Moores Film «Sicko». Diesen Streifen präsentiert die SP zur Abschreckung am 22. April gratis in 14 Schweizer Städten.

(smw/sda)

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