Neuer SARS-Fall in Singapur
publiziert: Dienstag, 9. Sep 2003 / 17:22 Uhr

Singapur - Der Verdacht auf einen neuen Fall der Lungenkrankheit Sars in Singapur hat sich bestätigt. Der neue Fall nährt die Befürchtungen vor einem Wiederaufflammen der Krankheit in Asien.

Der neue Fall hat in Singapur bewältigte Befürchtungen wieder hevorgerufen.
Der neue Fall hat in Singapur bewältigte Befürchtungen wieder hevorgerufen.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums infizierte sich ein 27-jähriger Mikrobiologe mit dem lebensgefährlichen Virus. Der Singapurer arbeitete in einem mikrobiologischen Institut der Nationalen Universität.

Offenbar handle es sich bei dem Krankheitsfall aber um einen Einzelfall. 25 Menschen, zu denen der Mann zuletzt Kontakt hatte, wurden unter Quarantäne gestellt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwies darauf, dass der neue Patient nach ihren neuesten Diagnose-Kriterien noch nicht als Sars-Fall angesehen werden kann.

Der neue Fall des Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) ist der erste in Singapur seit mehr als drei Monaten. Am 31. Mai war Singapur von der WHO für Sars-frei erklärt worden.

Am Montag hatte die WHO vor einer möglichen neuerlichen Ausbreitung des Virus gewarnt. Weltweit sind an der schweren Lungenkrankheit seit ihrem ersten Auftreten in Südchina im vergangenen November mehr als 800 Menschen gestorben.

Experten befürchten, dass die Krankheit mit Beginn des Winters auf der Nordhalbkugel wieder einen jahreszeitlichen Höhepunkt erreichen könnte. Ohne schnelle Diagnosemöglichkeiten sei die Unterscheidung von den dann auftretenden Grippeerkrankungen mit Symptomen wie Fieber und Husten schwierig.

(bsk/sda)

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