Neuer Skandal um Präsident Lula
publiziert: Dienstag, 19. Sep 2006 / 08:28 Uhr

Brasilia - Knapp zwei Wochen vor den Präsidentenwahlen in Brasilien wird Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva erneut von einem schweren Skandal belastet.

Lula da Silva steuert bei den Wahlen vom 1. Oktober nach allen Umfragen auf einen Sieg zu.
Lula da Silva steuert bei den Wahlen vom 1. Oktober nach allen Umfragen auf einen Sieg zu.
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Einer seiner engsten Mitarbeiter, Freud Godoy, trat am Montagabend (Ortszeit) wegen einer Korruptionsaffäre zurück.

Der Sonderberater im Regierungspalast beteuerte, er sei unschuldig: «Ich bin per E-Mail zurückgetreten. Aber ich habe mit dieser Sache nichts zu tun».

Medien hatten zuvor unter Berufung auf anonyme Zeugen berichtet, Angehörige von Lulas Partei der Arbeiter (PT) hätten in der vergangenen Woche einem Unternehmer umgerechnet 770 000 US-Dollar für den «Kauf von Korruptions-Beweisen» gegen wichtige Politiker der Opposition geboten.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Agencia Brasil berichtete, wurde die Übergabe des Dossiers mit den Informationen aber schliesslich von der Bundespolizei verhindert.

Antrag auf Untersuchung

Die Opposition stellte unterdessen bei den Wahlbehörden einen Antrag auf Untersuchung einer möglichen Verwicklung Lulas in diese neue Affäre. Lula habe sich möglicherweise einer «illegalen Intervention im Wahlkampf» schuldig gemacht, teilten Sprecher der grössten Oppositionsparteien PSDB und Liberale Front (PFL) mit.

Wenn die Wahlbehörden Lula schuldig befinden sollten, könnte unter anderem seine Kandidatur zurückgewiesen werden. Die PT wies derweil alle Vorwürfe zurück. Einige Politiker der Regierungspartei sprachen von einer «Verschwörung».

Ungeachtet der vielen Korruptionsskandale, die die Regierung von Lula vor allem im vergangenen Jahr erschüttert und zu Rücktritten vieler ranghoher Kabinettsmitglieder geführt hatten, steuert der Präsident bei den Wahlen vom 1. Oktober nach allen Umfragen auf einen Sieg bereits im ersten Wahlgang zu.

(bert/sda)

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