Neuer Syrien-Gesandter warnt vor überzogenen Erwartungen
publiziert: Montag, 10. Sep 2012 / 07:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Sep 2012 / 14:55 Uhr
Lakhdar Brahimi ist für Gespräche zur Lage in Syrien nach Kairo gereist.
Lakhdar Brahimi ist für Gespräche zur Lage in Syrien nach Kairo gereist.

Damaskus - Der neue Syrienvermittler Lakhdar Brahimi hat seine schwierige Mission am Montag in Kairo begonnen. Er sprach zunächst mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi.

12 Meldungen im Zusammenhang
Brahimi warnte vor überzogenen Erwartungen und sagte: «Ich stehe im Dienst des syrischen Volkes.» Auf die Frage, wann er nach Damaskus reisen werde, antwortete er: «In einigen Tagen.»

Brahimi wollte sich in Kairo auch mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi beraten. Der algerische Diplomat hatte sich bereiterklärt, die Aufgabe als Vermittler der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen zu übernehmen, nachdem Kofi Annan im August wegen Erfolglosigkeit das Handtuch geworfen hatte.

Aus dem Amt von Präsident Mursi hiess es, für die kommenden Woche sei ein erstes Treffen der von ihm angeregten neuen Syrien-Kontaktgruppe geplant, wahrscheinlich auf Aussenministerebene. Dieser Gruppe gehören Ägypten, der Iran, die Türkei und Saudi-Arabien an. Möglicherweise werde auch ein Vertreter Frankreichs zugegen sein.

Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad berichteten am Montag von Kämpfen in Damaskus, Daraa und Homs. Landesweit zählten die Aktivisten 18 Tote. Am Sonntag sollen nach Informationen von Aktivisten 180 Menschen getötet worden sein.

Unter den Toten sind nach Angaben staatlicher Medien auch 27 Opfer einer Explosion in der Stadt Aleppo. Bei den Opfern handle es sich um Zivilisten. 64 Menschen hätten bei dem Anschlag, der von «Terroristen» verübt worden sei, Verletzungen erlitten, hiess es.

Die der Opposition nahestehende Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter erklärte dagegen, bei den Opfern handle es sich um Angehörige der Regierungstruppen.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau/Beirut/Tel Aviv - In den Bemühungen um ein Ende des syrischen Bürgerkriegs ... mehr lesen
Der Plan von Kofi Annan ist auch von Russland akzeptiert worden.
Damaskus - Kurz vor der ersten Damaskus-Reise des neuen UNO-Sondervermittlers Lakhdar Brahimi sind am Mittwoch ... mehr lesen
Lakhdar Brahimi
Paris - Der übergelaufene syrische Ex-General Manaf Tlass hat bei seiner Flucht aus Syrien nach eigenen Angaben Hilfe aus Frankreich erhalten. Französische Geheimdienstagenten hätten ihm geholfen, das Land zu verlassen, und er danke ihnen dafür, sagte Tlass am Montag dem französischen Fernsehsender BFM. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Kairo/Damaskus - Der neue internationale Syrien-Vermittler Lakhdar Brahimi hat die Erwartungen hinsichtlich seiner Möglichkeiten ... mehr lesen
Lakhdar Brahimi
Genf/Damaskus/Istanbul - Der neue Syrien-Sondervermittler Lakhdar Brahimi hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei ihrem Treffen in New York versprochen, sich voll für die schwierige Aufgabe zur Verfügung zu stellen. «Ich werde mein Bestes tun», sagte der frühere algerische Aussenminister nach UNO-Angaben vom Freitagabend. mehr lesen 
Beirut - Die syrische Regierung ist mit der Ernennung des Algeriers Lakhdar Brahimi zum Sondergesandten der Vereinten Nationen einverstanden. «Wir haben die UNO informiert, dass wir Herrn Brahimis Ernennung akzeptieren», sagte der stellvertretende Aussenminister Feisal Mokdad am Donnerstag in Damaskus. mehr lesen 
New York - Die Vereinten Nationen und die EU haben zu mehr Hilfe für die notleidende Zivilbevölkerung Syriens aufgerufen. ... mehr lesen
«Wir haben Probleme, zu notleidenden Menschen durchzukommen, vor allem in Kampfgebieten», sagte UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos.
Die UNO-Beobachter verlassen Syrien.
Damaskus - Die UNO-Beobachtermission in Syrien (UNSMIS) ist offiziell beendet. Das Mandat der Mission, an der in ... mehr lesen
Beirut - Der neue UNO-Syriengesandte Lakhdar Brahimi hat Klarheit darüber verlangt, welche Unterstützung er von der UNO für seine Aufgabe erwarten kann. Es seien viele Fragen offen, sagte der 78-jährige Algerier in seinen ersten Aussagen als Nachfolger Kofi Annans. mehr lesen 
Die Angriffe beschränken sich auf den Irak. (Symbolbild)
Die Angriffe beschränken sich auf den Irak. (Symbolbild)
Präsident Hollande  Paris/Damaskus - Frankreich beteiligt sich an den US-geführten Luftangriffen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Das kündigte Präsident François Hollande am Donnerstag in Paris an. Frankreich werde keine Bodentruppen entsenden, betonte er 
Terrormiliz IS setzt Vormarsch in Syrien fort Damaskus - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Norden Syriens ihre Herrschaft weiter ausgedehnt. ...
Die IS-Terrormiliz versucht auf Aleppo vorzurücken. (Symbolbild)
«Es ist auch Amerikas Krieg»  Washington/Wien - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat bei einem ...
Petro Poroschenko befindet sich in den USA. (Symbolbild)
OSZE verdoppelt Zahl der Beobachter in der Ukraine Wien - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ...
Widerstand in Kiew gegen Sonderstatus für Ostukraine Kiew/Moskau - Gegen den überraschend verabschiedeten Sonderstatus für ...
Kiew und EU ratifizieren Partnerschaftsabkommen Moskau - Zeitgleich haben das ukrainische Parlament und das EU-Parlament ... 1
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 999
    Niemand kommt darum herum, die Lage immer wieder neu einzuschätzen und seinen Standpunkt zu ... heute 00:25
  • kubra aus Port Arthur 3151
    Vor dem militärisch-industriellen Komplex hat schon Eisenhower gewarnt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ... gestern 20:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Die... gestörten und kriminellen "europäischen" Muslime die aus D, CH, F etc. ... gestern 15:58
  • Kassandra aus Frauenfeld 999
    So sollte es sein! Die Realität ist eine andere. Hunderttausende vertriebene und noch ... gestern 11:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Interessant... ist, dass dieser Menschenschlag nur dann stark ist, wenn er ... gestern 09:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Israel... ist als jüdischer Staat gegründet worden und als solcher ... Mi, 17.09.14 16:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Diese... Granate ist als Drohung vor den am Wochenende beginnenden ... Mi, 17.09.14 13:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 999
    Wohin führt das noch? Zerfallen die Demokratien? In den USA lebt der Konsum bereits von ... Mi, 17.09.14 12:24
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 14°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 15°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 22°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 15°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 17°C 22°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten