Neuer Welthunger-Index für Kampf gegen Hunger
publiziert: Freitag, 13. Okt 2006 / 16:42 Uhr

Berlin - Ein neuer Welthunger-Index mit Daten aus mehr als 100 Ländern soll den Kampf gegen Armut und Unterernährung wirksamer machen.

Am schlimmsten ist die Situation in den Ländern Kongo-Kinshasa, Eritrea sowie Burundi.
Am schlimmsten ist die Situation in den Ländern Kongo-Kinshasa, Eritrea sowie Burundi.
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Die Deutsche Welthungerhilfe und das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI/Washington) stellten den Index in Berlin vor. Er enthält umfangreiche Berechnungen aus 97 Entwicklungs- und 22 Ländern des früheren Ostblockgebiets.

Die besten Werte erreicht danach Weissrussland, gefolgt von Argentinien und Chile. Am schlimmsten ist die Situation in den Ländern Kongo-Kinshasa, Eritrea sowie Burundi, das den letzten Listenplatz einnimmt.

Vor allem Kriege und Misswirtschaft seien massgeblich verantwortlich dafür, dass viele Länder beim Ranking sehr schlecht abschnitten, sagte die Vorstandschefin der Deutschen Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble.

Der neue Index zeige aber auch, dass Hunger erfolgreich zurückgedrängt werden könne, sobald Frieden herrsche und rasch mit dem Wiederaufbau begonnen werde.

Weltweit 850 Millionen Menschen unternährt

Vom Millenniumsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, sei man aber noch weit entfernt. Weltweit seien 850 Millionen Menschen unternährt, und 2015 werde die Zahl nach derzeitigen Schätzungen immer noch bei 600 Millionen liegen. «Ohne Druck wird sich nicht viel verändern», sagte Schäuble.

Auf der Basis des neuen Indexes könnten nun Schlussfolgerungen für politisches Handeln und entsprechende Aktionen gezogen werden, erklärten von Braun und der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Hans-Joachim Preuss, im Vorwort einer gemeinsamen Broschüre «Herausforderung Hunger».

Der «Welthunger-Index» basiert auf drei gleichwertigen Indikatoren, der den Anteil der Unterernährten in der Bevölkerung, den Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht und die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren kombiniert.

In dem Bericht wurde der Index erstmals für die Jahre 1981, 1992, 1997 und 2003 ermittelt. 2003 ist auch wegen der schwierigen Datenlage in den Entwicklungsländern die derzeit aktuellste Basis.

(smw/sda)

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