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Neues Berufsleitbild für Lehrerinnen und Lehrer
publiziert: Samstag, 7. Jun 2008 / 13:10 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Jun 2008 / 14:07 Uhr

Aarau - Die Hauptaufgabe der Lehrpersonen ist das Unterrichten der Schülerinnen und Schüler. Diesen Grundsatz verankerte der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) in seinem neuen Berufsleitbild.

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Neue Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer erfordern auch ein neues Leitbild.
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Die Lehrkräfte liessen sich «nicht für beliebige Aufgaben und Ansprüche einspannen», heisst es im Leitbild, das die rund 100 Delegierten des LCH in Aarau einstimmig verabschiedeten. Lehrpersonen, Lernende, Eltern, Schulorgane und Politik teilten sich die Verantwortung.

Man anerkenne, dass der Berufsauftrag für die Lehrpersonen widersprüchlich sei, sagte LCH-Zentralpräsident Beat W. Zemp. Mit dem Berufsleitbild definierten die Lehrpersonen als Fachleute für Lehren und Lernen, was zum Wesen des Berufs gehöre und welche Herausforderungen zu meistern seien.

Weniger Idealismus

Das neue Leitbild ist gemäss LCH «weniger idealistisch» als die erste Fassung aus dem Jahr 1993. Das Arbeitsumfeld der Lehrer sei anspruchsvoller geworden. Die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) führe zu neuen Herausforderungen.

Das Papier soll gemäss LCH seinen 50'000 Mitgliedern als Orientierung und «notfalls zur Abgrenzung» dienen. Es sei eine Antwort auf «teils dramatische Veränderungen im Umfeld», sagte Anton Strittmatter, Leiter der Pädagogischen Arbeisstelle LCH.

Lehrer übten «einen der gesellschaftlich wichtigsten Berufe aus», steht im Leitbild mit sechs Thesen. Bildungsarbeit sei «eine fachlich spannende und menschlich beglückende Aufgabe». Die Ausbildung zur Lehrperson aller Stufen solle an Hochschulen erfolgen und das Master-Niveau erreichen.

(tri/sda)

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